Susanne Herrmann

Die Gäste strömen weiter nach Bayern: weil sie Urlaub auf dem Land und in den Bergen machen wollen, eine Städtereise planen oder auf der Suche nach Sport- und Aktivurlaub sind - soweit die Ergebnisse des GfK/IMT Tourismusmonitors. Der Freistaat schwimmt im Jahr 2015 auf einer Erfolgswelle, auch im Monat Oktober nahmen die Gäste- und Übernachtungszahlen zu, betonen die Statistiker des Landesamts. Bis Ende Oktober verzeichnet die amtliche Meldestatistik fast 30 Millionen Gäste (plus 5,5 Prozent) und 77 Millionen Übernachtungen (plus 3,3 Prozent).
Der Landkreis Kulmbach profitiert ebenfalls von dem Boom: So meldeten die hiesigen Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Gästebetten von Januar bis Ende Oktober insgesamt 191 622 Übernachtungen. Das sind 11 682 mehr als in den ersten zehn Monaten des Vorjahres.
Der bisherige Jahresverlauf sieht für den Kreis Kulmbach im direkten Vergleich so aus: Für Januar meldeten die Beherbergungsbetriebe 9924 Übernachtungen (Januar 2014: 10 380), im Februar 10.980 (9.743) und im März 12 407 (12 249). Das zweite Quartal startete im April mit 15 789 (15 566) Übernachtungen, im Mai waren es 21 657 (19 821) und im Juni 21 540 (19 826). Im Juli kamen noch mal 27 003 (25 301) dazu, im August 30 591 (27 882) und im September 21 316 (20 220). Das vierte Quartal begann nun im Oktober mit 20 415 Übernachtungen (18 952). Unterm Strich liegt damit die aktuelle Zwischenbilanz bei den Übernachtungen 6,5 Prozent über den Vorjahreszahlen.
Rechnet man mit durchschnittlichen 70 Euro Umsatz pro Übernachtung, waren das bei uns 818 000 Euro mehr Umsatz in den Kassen. Übernachtet haben bisher übrigens 100 144 Gäste, also 6341 mehr als vor einem Jahr.
Nicht zuletzt die Gäste aus dem Ausland kurbeln den bayerischen Fremdenverkehr tüchtig an, landesweit geht jede fünfte Übernachtung auf einen Auslandsgast zurück. In den Kreis Kulmbach kamen bislang 87 540 Gäste aus Deutschland, weitere 12 604 kamen aus dem Ausland (Vorjahr: 11 756). Damit brachten die Auslandsübernachtungen in den ersten zehn Monaten 11 Prozent des Umsatzes.
Und welche Ecken sind nun im regionalen Vergleich am attraktivsten? Gemessen an den Übernachtungen steht die Landeshauptstadt München mit rund 11,9 Millionen bisher ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt von den Kreisen Oberallgäu (5,1 Millionen) und Passau (3,6 Millionen).