Nach 14 Jahren wird Gerd Müller als Ansprechpartner für "Die Tafel" im Raum Herzogenaurach seine ehrenamtliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Seine Nachfolgerin ist Gaby Richter, die seinen Aufgabenbereich ab Januar übernehmen wird. Die 46-jährige Herzogenauracherin ist seit 2014 bei der Tafel ehrenamtlich tätig und gehört zum Fahrer- und Ausgabeteam.
"Gerd Müller gehörte in einem funktionierenden Team zu den tragenden Säulen der Herzogenauracher Tafel", heißt es in einer Pressemitteilung. Seine Entscheidung erfolgte schweren Herzens, da er stark in dem "Tafelgedanken" verwurzelt ist.
Ein herausragendes Ereignis in diesen Jahren war der Umzug der Tafel aus der Eichelmühlgasse in die Kantstraße 17. Müller: "Viele Tätigkeiten aller Ehrenamtlichen haben die Tafel Herzogenaurach zu dem gemacht, was sie heute ist. Eine gut organisierte Einrichtung."


Vorgänger als Vorbild

Gaby Richter freut sich auf die neuen Aufgaben mit allen Herausforderungen. Sie weiß, dass sie mit Unterstützung des starken Teams der Herzogenauracher Tafel und der Trägerschaft, der Diakonie Erlangen, rechnen kann, berichtet sie. Und dankt besonders ihrem Vorgänger: "Herr Müller diente mir bereits vor meiner Zeit bei der Tafel als Vorbild. Ich wünsche Gerd alles erdenklich Gute und danke ihm für sein großes Vertrauen." Dass sie sich noch den einen oder anderen Rat bei ihm holen darf, das habe er zugesichert. Seine Arbeit wolle sie in seinem Sinne weiterführen.
Die verheiratete Mutter zweier Kinder ist in Herzogenaurach beruflich durch ihr Immobilienbüro bekannt. Damit hat sie vor einiger Zeit Schluss gemacht, um sich fortan auf die soziale Tätigkeit zu konzentrieren, wie sie im FT-Gespräch sagt. Bei der Tafel habe sie genau das richtige gefunden, "das ist meine Erfüllung."
Beeindruckt habe sie bei dem Konzept "Die Tafel" schon immer die Doppelwirkung: Einerseits werden Lebensmittel vor dem Vernichten bewahrt - deutschlandweit werden jährlich 20 Millionen Tonnen Lebensmittel sinnlos entsorgt - auf der anderen Seite stehen dieser Problematik bedürftige Menschen mit Lebensmittelbedarf gegenüber, berichtet sie. bp