Große Freude herrschte bei der Pilgergruppe Langensendelbach und bei den Teilnehmern der dazugehörigen Pfarrfahrt bei der Ankunft der Fußpilger in Santiago de Compostela.
Seit zehn Jahren sind die Pilger unterwegs, im Jahr 2008 führte der Weg von der Jakobskapelle Lichtenfels aus über den Fränkischen Jakobsweg erst nach Langensendelbach.


2800 Kilometer unterwegs

Dann, am 14. März 2009, machte sich die Gruppe auf den großen Weg, der sie von ihrer Heimatkirche St. Peter und Paul Langensendelbach über 2800 Kilometer durch Deutschland, die Schweiz, Frankreich und schließlich durch ganz Spanien bis hinunter ins galizische Santiago de Compostela führte.
Jedes Jahr wurde eine Etappe gelaufen und der Schlusspunkt war jeweils der Startpunkt im nächsten Jahr. So ging es Schritt für Schritt in Richtung des Grabes des Apostels Jakobus.
Am 6. Mai war es soweit. Die 25 Personen der Fußpilgergruppe erreichten das Apostelgrab. Begleitend wurde von der Pfarrei St. Peter und Paul Langensendelbach eine Pfarrfahrt unter der geistlichen Leitung von Pfarrer Roy Erupathinalil nach Santiago angeboten, die bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Ein bewegender Moment war es, als die Fußpilger auf der Plaza del Obradoiro, dem großen Vorplatz der Kathedrale in Santiago, unter den Klängen von "Ein Haus voll Glorie schauet" einzogen. Die Pfarrfahrer erwarteten die Fußpilger und gemeinsam dankten sie in einer Andacht für die Wegbegleitung Gottes auf dem langen Pilgerweg.


Pilgermesse in der Kathedrale

Daran schloss sich unmittelbar die Pilgermesse in der Kathedrale an, an deren Ende der Botafumeiro, das 1,5 Meter hohe Weihrauchfass, mit 70 Stundenkilometern durch das Querschiff der Kathedrale schwang. Ein beeindruckendes Erlebnis für alle Beteiligten.
Eine Kathedralenführung am Nachmittag und die feierliche Übergabe der Compostela, der Pilgerurkunde an die Fußpilger, am Abend schloss den erlebnisreichen Tag für die beiden Gruppen ab. Am nächsten Tag stand ein gemeinsamer Ausflug an das Ende der Welt, nach Kap Finisterre, an.
Vorher wurde noch in Muxia Halt gemacht. In der dortigen Marienwallfahrtskirche "A Virxe da Barca - Unsere liebe Frau vom Boot", feierte Pfarrer Roy mit den Pfarrfahrern und der Pilgergruppe Eucharistie. Danach ging es zum Kap Finisterre, wo der Kilometer-Stein "0,00" steht und früher für die Menschen das Ende der Welt bezeichnete. red