von unserer Mitarbeiterin 
Anna-lena Wolfarth

Frensdorf — Philipp Lahm einmal persönlich treffen und alles fragen, was man über ihn persönlich und über Fußball im Allgemeinen wissen will - für viele ein Traum. Für die elfjährige Anna-Lena Beck aus Untergreuth ist er wahr geworden. Im Rahmen des Philipp-Lahm-Sommercamps traf sie den Fußballstar und konnte ihm ihre Fragen stellen. Zum Beispiel, warum er aufgehört hat, in der Nationalmannschaft zu spielen oder wie man mit einem neuen Trainer umgeht.
Das Sommercamp ist ein Projekt der Philipp-Lahm-Stiftung und findet seit 2009 statt. Mit dem Projekt will der Fußballprofi jedem Kind, egal aus welchem sozialen Hintergrund, die Chance für die Teilnahme am Camp geben. Die Teilnahme ist kostenlos, die Vergabe der Plätze erfolgt durch ein Losverfahren. Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren können sich auf die heiß begehrten Plätze bewerben und mit etwas Glück daran teilnehmen.

Von Gewinn überrascht

Zuerst wusste Anna-Lena gar nichts von ihrem Glück. "Ich hab' in meinem E-Mail-Postfach eine Nachricht entdeckt, in der stand ,Sie haben einen der begehrten Plätze im Philipp-Lahm-Sommercamp gewonnen'", erinnert sich das fußballbegeisterte Mädchen. "Dabei hatte ich mich gar nicht beworben." Das hatte aber ihre Mutter Claudia Beck übernommen. Sie war durch Zufall auf das Gewinnspiel bei Antenne Bayern aufmerksam geworden. "Ich hatte zwar wenig Hoffnung, dass wir gewinnen, aber ich habe trotzdem mitgemacht", erzählt Claudia Beck. Die Teilnahme war letztendlich fast ein Geburtstagsgeschenk für Anna-Lena. Vier Tage nach ihrem elften Geburtstag ging es los in das Ferienlager in Maxhofen. Dort wurden die Kinder erst einmal mit neuer Sportkleidung ausgestattet und in Gruppen eingeteilt. Am nächsten Tag ging es dann los mit dem Programm.
Anders als es vielleicht bei einem Fußballprofi zu vermuten ist, handelt es sich nicht um ein Fußball-Trainingslager. In dem einwöchigen Camp werden Themen wie Ernährung, Bewegung und Persönlichkeit behandelt. Anhand von verschiedenen Aufgaben, die Philipp Lahm persönlich per Videobotschaft stellt, lernen die Teilnehmer verschiedene Kulturen und Länder kennen.
So wird den Kindern im Themengebiet Ernährung anhand der Lebensmittelpyramide ein bewusster Umgang mit gesunder Ernährung beigebracht. Besonders Spaß machte Anna-Lena das Themengebiet Bewegung. Ob ein Parcours in einem Fettanzug, Yoga oder das Balancieren über die Slackline - die sportliche Elfjährige ist ganz begeistert von den vielen Möglichkeiten, die ihr geboten wurden. Die einzelnen Gruppen des Camps hatten außerdem die Aufgabe, ein Labyrinth zu bauen. Ziel hierbei war es, den Kindern zu zeigen, was durch Zusammenarbeit alles möglich ist. Nicht nur das Absolvieren der Aufgaben stand für die Kinder im Vordergrund. In ihrer Freizeit konnten die Kinder Schauspielstücke einstudieren und durften sie an einem bunten Abend vor den anderen auffühern. Aber auch neue Freundschaften wurden geschlossen. So hat Anna-Lena jetzt Freunde in Berlin.

Keine Zeit für Autogramme

Der Höhepunkt des Aufenthalts war für Anna-Lena aber das Treffen mit Philipp Lahm. "Plötzlich stand er da. Wir wussten gar nicht, wie wir reagieren sollen", erinnert sich Anna-Lena. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase wurde der Fußballer dann aber von den Teilnehmern gelöchert.
Anschließend wurden noch Fotos gemacht. Autogramme gab es allerdings erst mal keine - dafür fehlte die Zeit. "An unserem letzten Tag haben wir alle noch eine Autogrammkarte mit unserem Namen gekriegt", erzählt Anna-Lena stolz. Auch ihre Mutter ist von dem Camp begeistert. "Das, was Anna-Lena erlebt hat, ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Ich finde es toll, dass sich ein Promi so engagiert und Kindern ein solches Erlebnis ermöglicht", erzählt Claudia Beck.
Ihre Tochter schwärmt von der Zeit in Maxhofen und erzählt, dass es etwas ganz besonderes war. Noch einmal teilnehmen kann sie allerdings nicht. Jedes Kind kann nur einmal für die Teilnahme ausgewählt werden. Aber auch das haben die Teilnehmer gelernt - auch andere Kinder sollen die Chance bekommen, ein solches Ereignis zu erleben.