Kronach — Die Sommerferien sind in vollem Gange. Auf sechs Wochen langes Faulenzen würde wohl niemand gern verzichten. Das gilt aber nur für Schüler. Denn die Lehrer, das Sekretariat sowie die Schuldirektoren dürfen sich nicht wirklich zurücklehnen, schließlich gibt es in einer Schule immer auch in der unterrichtsfreien Zeit einiges zu tun. Nicht nur vor den Ferien, sondern auch währenddessen.
An der Grund- und Mittelschule in Pressig bestand für die letzten vier Wochen vor den Ferien ein geregelter Zeitplan für jeden einzelnen Schultag. Von Bundesjugendspielen, Schulausflügen und Schwimmprüfungen bis hin zu Fortbildungen der Lehrer und zur Notenbekanntgabe - jeden Tag stand etwas anderes auf dem Programm.


Wichtige Abstimmungen

Reinhard Horn, der Direktor der Schule, startet seinen Schultag bereits um 7.15 Uhr - und das ist offenbar auch notwendig. "Man schafft nicht alles, was man sich vornimmt", sagt Horn. So stehe während der Schulzeit jeden Tag eine Menge Arbeit an und die Zeit werde "einem nicht lang", sagt er. In den Ferien sieht es nicht anders aus: Die Aufnahmeprüfungen der sogenannten "M10-Klassen" (Mittlere-Reife-Zug) finden statt und für das neue Schuljahr gibt es Terminabsprachen sowie Gespräche mit dem Elternbeirat. Auch werden die Einschulung und der Schulanfangsgottesdienst während der sechs Wochen geplant.
Konrektor Thomas Müller ist für den Hauptstundenplan zuständig, den er abhängig von der Lehrerzuweisung erstellt. In der letzten Ferienwoche finden dann die Aufnahmeprüfungen für "M7" bis "M9" statt, wofür Lehrkräfte rekrutiert werden müssen, die für die Prüfungen zuständig sind.
Die ersten beiden Ferienwochen während der Lehrerzuweisung war Horn in der Schule vertreten und auch danach ist er jeden Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr zu erreichen.
Ebenso wie Konrektor Müller. "Eine klare Aufgabenverteilung ist unerlässlich", erklärt Horn. "Die Schulleitung arbeitet als Team zusammen." Nicht nur Verwaltungsaufgaben werden erledigt, auch der Hausmeister Stefan König ist innerhalb der Ferien beschäftigt: Die Zeit wird genutzt, um Schönheitsreperaturen durchzuführen und einige Klassenzimmer neu zu streichen. Außerdem werden die Zimmer neu bestuhlt und die Anzahl der Tische und die Sitzplätze an die der Schüler angepasst. "Die Lehrer helfen aber auch tatkräftig mit, wenn es darum geht, neue Beamer zu installieren", sagt Horn.
"In den letzten beiden Schulwochen standen Unmengen an Arbeit an", erklärte die Schulleiterin der Siegmund-Loewe-Realschule, Christa Bänisch. "Es waren zwei sehr hektische Wochen." Von Lehrerverteilung, Zeugniserstellung bis hin zu Unterrrichtszuweisungen war einiges dabei. Vor den Ferien fanden außerdem die Jahresabschlussarbeiten statt. Für das kommende Schuljahr müssen neue Schüler aufgenommen werden. und für die neuen Klassengrößen wird auch einiges umgeräumt.


Viel Verwaltungsarbeit

An der Maximilian-von-Welsch-Schule ist die Verwaltungsarbeit nicht weniger: Abschlussarbeiten und Verabschiedungen von Kollegen prägten die letzten Schulwochen. Innerhalb der sechs Wochen nimmt die RS 2 Schüler von anderen Schulen auf und teilt Lehrer neu zu. Eine Unterrichtsübersicht und Stundenpläne werden erstellt. Handwerklich wird auch was getan: Aufräum- und Reperaturarbeiten stehen mit an erster Stelle. In der ersten Ferienwoche wurde sortiert, kontrolliert und es wurden Statistiken erstellt. Für den Direktor der RS 2, Uwe Schönfeld, ist das aber nicht schlimm: "Das ist das Interessante und Kurzweilige an unserem Beruf."