Beim Diözesanjugendtag des DJK-Verbandes Bamberg trat Landrat Hermann Ulm als Hauptreferent im Sportheim der DJK Wimmelbach auf. Insgesamt war es ein Tag mit vielen neuen Ideen für die Zukunft, auch wenn es nicht gelang, ein neues Team für die Jugendleitung zu finden.
Wie bei der DJK üblich stand am Anfang ein geistliches Wort. Hier hatte der geistliche Beirat Helmut Hetzel das Johannes-Evangelium mit der Stelle vom Fischfang im See Genezareth ausgewählt. Die Botschaft daraus für alle war: Da klappt etwas nicht so richtig, wir wollen schon aufgeben, dann kommt Jesus und sagt, wir sollen die Netze noch mal auswerfen - und dann klappt es doch. Danach rief Helmut Hetzel die Teilnehmer auf, ihre ganz eigenen Wünsche für die Zukunft auf Kärtchen in Form von Fischen zu notieren und diese dann in ein Fischernetz zu legen.
Nach den Grußworten des gastgebenden Vereins und des Diözesanverbandes trug Diözesanjugendleiter Tobias Hoch seinen Bericht vor. Seine Bilanz zeigte manch positive Neuerung wie die erstmalige Durchführung des DJK-Jugendförderprojekts oder die Unterstützung der Premiere des DJK-Bonusprogramms. Weiterhin schilderte er die Weiterentwicklung im Rahmenumfeld des DJK-Angebots beim Heinrichsfest und bei der Sportlerwallfahrt, sprach aber auch von den Schwierigkeiten, einen zufriedenstellenden Kontakt mit den Vereinen zu erreichen. Ziel müsse es sein, so meinte Hoch, die Verantwortung im Verein und im Verband auf mehrere Schultern zu verteilen. Dann führte er aus, wie die DJK an der Basis in Zeiten des demographischen Wandels Mitglieder durch neue Angebote gewinnen könnte - und lieferte damit den Übergang zum Impulsreferat des Tages: der demographische Wandel in den Vereinen.


Vereine haben wichtige Aufgabe

Hermann Ulm übernahm es dann, den Zuhörern in verständlicher Form die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur im Landkreis Forchheim zu erklären. Während noch vor 30 Jahren Bevölkerungszuwachs in den ländlichen Regionen die Regel war, so gehe heute der Trend zurück in die Städte. Davon profitieren auch die Orte in unmittelbarer Stadtnähe, während entferntere Orte in der Fränkischen Schweiz Einbußen haben. Dennoch gäbe es eine sehr hohe Fluktuation in fast allen Ortschaften, es gibt immer wieder Leute, die zu- und die wegziehen. Deswegen hätten die Vereine eine wichtige Rolle, als Träger der lokalen Identität zu helfen, den Leuten Wurzeln in den Ortschaften zu ermöglichen. Im Anschluss besprachen die Delegierten in Arbeitsgruppen, wie diese Erkenntnisse durch die Vereine und den Verband nutzbar gemacht werden können.
Den Nachmittag übernahm die scheidende Jugendleiterin Petra Horch, welche die künftige Beauftragte des Verbands für "Prävention sexualisierte Gewalt" sein wird. Sie gab einen kurzen Einblick in die nächsten Aufgaben. Der Verband werde seine bereits vor vier Jahren verabschiedeten Richtlinien in ein "institutionelles Schutzkonzept" überführen und sucht dafür die Beteiligung der Vereine. Petra Horch wünschte sich zum Abschluss, dass sich in den DJK-Vereinen eine "Kultur der Achtsamkeit" entwickeln solle.
Anschließend wurde die Jugendordnung einstimmig geändert, so dass der Diözesanjugendtag nun alle zwei Jahre stattfinden und die Amtszeit der Jugendleitung auf diese zwei Jahre angepasst wird. Die Wahl einer neue Diözesan-Jugendleitung fand hingegen nicht statt, da es an Kandidaten mangelte. Nun wird sich der Diözesanvorstand in den beiden nächsten Jahren bemühen, zusammen mit den Vereinen verstärkt nach einer neuen Jugendleitung zu suchen. Aus der bisherigen Jugendleitung hat sich nur Patrick Hoch, welcher dieser seit einem Jahrzehnt angehört, bereit erklärt, weiter mitzuarbeiten - gemeinsam mit Helmut Hetzel und Herbert Schröder.
Zum Abschluss wurde die ausscheidende Jugendleitung vom Verband geehrt. Jugenleiterin Petra Horch und Jugendleiter Tobias Hoch erhielten das DJK-Ehrenzeichen in Silber, das Mitglied der Jugendleitung Christoph Motzelt wurde mit dem DJK-Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet.
Gerhard Hoch