von unserem Mitarbeiter Franz Galster

Bärnfels — Ein wahres Urgestein stellt Georg Vogler in Bärnfels dar. Jetzt feierte er im großen Freundeskreis seinen 90. Geburtstag und erfreut sich guter körperlicher und geistiger Fitness. Rege blickt er dabei auf ein bewegtes Leben zurück.
Bereits in der Grundschule machte er negative politische Erfahrung. Er trat, vom Lehrer in der Volksschule wiederholt gefragt, nicht in die Hitlerjugend ein. "Schorsch, da musst du nicht hingehen", hört er noch heute seine Mutter sagen. Damit war sie in der Nazizeit angeschwärzt.
Als Nachfolger auf dem Erbbauernhof blieb ihm der Zweite Weltkrieg weitgehend erspart. Ganz zum Schluss des Krieges musste der Jubilar noch die Uniform als Sanitäter anziehen. Das Töten blieb ihm erspart, es folgte eine kurze Gefangenschaft bei den Amerikanern. Anschließend engagierte er sich in der Heimat und baute die freiwillige Feuerwehr auf.
"Bei Hilfe in der Gemeinde war ich immer ganz vorne dabei", erzählt der Jubilar. Sein Gesichtsausdruck verrät, es war für ihn eine Erfüllung. Mit Georg Lang zusammen gründete er den Fränkische-Schweiz-Verein, Ortsgruppe Bärnfels. "Die Kirche Maria im Schnee in Bärnfels baute ich mit auf vom ersten Spatenstich bis zum Turmkreuz", erinnert er sich. Das war in den 50er-Jahren.
Bis vor zwei Jahren diente er 22 Jahre als Mesner. Dafür dankte ihm Pfarrer Werner Wolf bei der Gratulation. Der Jubilar ist stolz auf eine Tochter und drei Söhne sowie acht Enkel und drei Urenkel. Da hat man seine Ziele erreicht, meinte Georg Vogler zufrieden.
Für die Gemeinde dankte Bürgermeister Markus Grüner, seitens des Landkreises Forchheim überbracht stellvertretende Landrätin Rosi Kraus (CSU) die besten Wünsche.