Anfang des Jahres hatte das Loewe-Hallenfußball-Turnier viele Menschen aus heimischen Betrieben zusammengebracht. Ausgerichtet wird das sportliche Highlight seit 21 Jahren von der Firma Loewe. Nachdem in den vergangenen Jahren größere Spendenbeträge beispielsweise an den Behindertenclub des Landkreises, das Haus Fischbachtal, die Lebenshilfe sowie an die Soziale Stadt gegangen waren, entschieden sich die Verantwortlichen dieses Mal dafür, mit dem Erlös von 1500 Euro den Hospizverein Kronach zu bedenken. Das Geld wurde nun im Hospiz-Büro von der Loewe-Betriebsratsvorsitzenden Karin Wachter sowie Personalleiter Andre Hauer übergeben.


Zweite hauptamtliche Kraft nötig

Empfänger waren Hospizvereinsvorsitzender Peter Witton und dessen Stellvertreterin Anja Männl. Wie Witton erklärte, stellten die ehrenamtlichen Hospizbegleiter die Säulen des Vereins dar. Im Verein gebe es lediglich eine hauptamtliche Teilzeit-Stelle der Koordinatorin Annette Hümmer. Nun habe sich gezeigt, dass ihre Arbeit mit Teilzeit nicht mehr zu leisten sei. Man werde daher eine zweite hauptamtliche Teilzeitkraft einstellen. Spenden wie die der Firma Loewe trügen dazu bei, solche hauptamtliche Kräfte bezahlen zu können. Laut Männl verfüge man derzeit über 35 ausgebildete Hospizbegleiter, die jedoch nicht immer alle zur Verfügung ständen.
Witton verwies auch auf die enge Verbindung von Hospizverein und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung. Schwerpunkte seien Beschwerdelinderung, vor allem von Schmerzen und anderen unangenehmen Begleiterscheinungen der letzten Lebensphase, die psychosoziale Begleitung sowie der Beistand für den Sterbenden und seine Angehörigen als auch die spirituelle Begleitung.
Eine weitere Spende - diesmal über 900 Euro - erhielt der Verein von der Plansecur-Stiftung, überreicht wurde sie von Elke Fischer. Die Bankfachwirtin und Gesellschafterin der Finanzberatung Plansecur engagiert sich zugleich auch als Beirätin im Hospizverein.


Für die Kindertrauergruppe

Fischer stellte Hintergründe und Intentionen der Plansecur-Stiftung vor. Diese habe sich der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien ebenso verschrieben wie der Förderung wirtschaftsethischen Denkens sowie der Stärkung des christlichen Menschenbildes in Medien und Kultur. Sie tue dies seit der Gründung von Plansecur - einer bundesweit tätigen, konzernunabhängigen Unternehmensgruppe für systematische Finanzplanung und -vermittlung mit Sitz in Kassel. Seit 1986 habe die Stiftung über 1300 Projekte mit insgesamt 3,8 Millionen Euro gefördert.
Die Kronacher Spende der Plansecur-Stiftung von 900 Euro erfolgte zweckgebunden für die Kindertrauergruppe des Hospizvereins.