"Wenn wir weiter so kämpferisch und konzentriert auftreten, ist für uns vielleicht auch dort etwas zu holen." Schon kurz nach dem Abpfiff beim 3:1-Erfolg über Haibach richtete Trainer Uwe Ernst seinen Blick nach vorne. Und zwar optimistisch. Der FC Sand (8. Platz /19 Punkte) ist bei seinem siebten Auswärtsspiel der Saison am Samstag (Anstoß 14 Uhr) sicher nicht chancenlos, auch wenn die auswärts noch sieglosen Sander beim souveränen und zu Hause noch verlustpunktfreien Spitzenreiter der Fußball-Bayernliga Nord, VfB Eichstätt (34 Zähler) gastieren.
Immerhin hat sich der FC Sand in den letzten vier Partien, darunter das 1:1-Remis beim ASV Neumarkt, zehn von zwölf möglichen Punkten geholt, was natürlich für einen großen Anstieg des Selbstvertrauens gesorgt hat. Ein Teilerfolg, damit wäre der FC-Trainer "zufrieden. Sollte es mehr sein, dann nehmen wir es natürlich gerne mit."


Respekt ist groß

Dabei ist ihm bewusst, welcher "Brocken" auf sein Team wartet. Der Respekt vor der Mannschaft seines Kollegen Markus Mattes, der die Oberbayern seit Frühjahr 2015 trainiert, mit ihnen den Klassenerhalt sicherte und sie in der Saison 2015/2016 knapp hinter Meister SV Seligenporten auf Platz 2 der Tabelle führte, ist dementsprechend groß. "Die haben schon letztes Jahr bewiesen, dass sie eine Hausnummer in der Bayernliga sind. Eichstätt ist schon eine klasse Fußballmannschaft", betont Uwe Ernst, der sich am vergangenen Sonntag beim 4:1-Erfolg bei der DJK Bamberg von der Leistungsstärke des VfB überzeugt hat.
Einzig beim SC Eltersdorf mussten sich die Altmühltaler mit 0:1 geschlagen geben, während sie beim FC Amberg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinauskamen. In den restlichen elf Partien aber ging das Team mit dem besten Angriff der Liga (41 Tore) sowie der zweitbesten Abwehr (elf Gegentreffer) immer als Sieger vom Platz. Bei mittlerweile acht Zählern Vorsprung auf den TSV Aubstadt ziehen die beiden Ligatoptorjäger Fabian Eberle (13 Treffer), Florian Grau (10) und ihre Teamkollegen einsam an der Spitze ihre Kreise. Das alles, obwohl vor Rundenbeginn Qualität verloren ging. Immerhin verabschiedeten sich mit Atdhedon Lushi und Reiner Meisinger zwei Leistungsträger, die in der Vorsaison zusammen für 25 Tore und zehn Vorlagen beisteuerten . Doch für Coach Mattes ist der "neue" VfB samt seiner Neuzugänge "einfach phänomenal. Ich glaube, so einen Zusammenhalt findet man im höheren Amateurbereich nur noch ganz, ganz selten", ließ der 41-Jährige kürzlich verlauten. Der Respekt ist also groß bei Uwe Ernst. Ebenso aber auch die Zuversicht, nicht mit ganz leeren Händen heimzufahren.
"Wir müssen einfach die Leistung der letzten vier Spiele abrufen", macht der Sander Trainer deutlich. Seine Mannschaft müsse "über den Kampf zum Spiel finden, hinten gut stehen und die Null so lange wie möglich halten. Nach vorne", fügt der Bamberger hinzu, "bin ich sehr zuversichtlich, weil wir auch eine gute Mannschaft haben." Verzichten muss Uwe Ernst letztmals auf Florian Gundelsheimer, der nach seiner Rotsperre erst im Heimspiel gegen Feucht wieder mit an Bord ist. Weiterhin fehlen der beruflich verhinderte Dominik Schmitt sowie die verletzten Tevin McCullough, Dominik Rippstein, Lucas Wirth und Torwart Sebastian Stober. Für den ehemaligen Prappacher steht U19-Keeper Felix Schneider als Ersatztorwart bereit. Auch Lukas Hager aus der Zweiten Mannschaft rutscht in den Kader.
FC Sand: Mai, Schneider - Fischer, Gonnert, Karmann, Krüger, Leim, Müller, Nöthling, Ribeiro, D. Schlereth, T. Schlereth, A. Schmitt, D. Schmitt, K. Steinmann, Wagner, Hager