Haßfurt — Zweites Saisonspiel, erste Niederlage und gleich mit sechs Toren Unterschied. "Da war heute nach diesem Spielverlauf nicht mehr drin", hielt sich die Enttäuschung über die deutliche 2:8 (1:4, 0:3, 1:1)-Packung des ESC Haßfurt in der Eishockey Landesliga Gruppe 1 bei den "Gladiators" des TSV Erding beim sportlichen Leiter Martin Reichert dennoch in Grenzen. "Da hat von Anfang an heute einiges nicht gepasst", ergänzte Trainer Lubos Thür.
Damit meinte der Coach nicht nur die Anzeigetafel sowie die Spielzeituhr, die kurz vor dem Eröffnungsbully ihre Dienste versagte. So musste die Spielzeit per Hand gestoppt werden. "Wir waren die ersten zehn Minuten im Tiefschlaf", stellte der Coach ernüchtert fest. Fakt ist, dass die Mannschaft seines Kollegen Petr Vorisek nach der Hälfte des ersten Abschnitts bereits mit 4:0 in Führung lag.
Dass die Treffer der Erdinger ab der 3. Minute im Minutentakt fielen, ärgerte Thür immens. "Da muss die Mannschaft wacher sein". Ergänzend fügte er aber gleich hinzu, dass die erste Angriffsreihe der Oberbayern mit Florian Zimmermann, Daniel Krzizok und Christian Pötzel wohl "von niemanden komplett zu kontrollieren ist". Bestätigt wurde er in der Endabrechnung. Sieben der insgesamt acht "Gladiators"-Treffer erzielte diese Formation. Das zwischenzeitliche 1:4 durch den an diesem Abend wieder zum "besten Spieler des Abends" gewählten Eugen Nold (14.) ließ kurz Hoffnung im Lager der "Hawks" aufkommen. "Da muss ich unseren Fans auch nochmal Dank aussprechen", so Thür über die knapp 60 mitgereisten Schlachtenbummler. "An der Anfeuerung hat es nicht gelegen. Die war 60 Minuten überragend."
Die letzten Hoffnungen der Unterfranken, bei denen der verletzte Jan Slivka sowie die beruflich verhinderten Phillip Bates und Stefan Ankenbrand fehlten, waren aber nach vier Minuten im zweiten Abschnitt wieder zerstört, als wieder Zimmermann zum 5:1 einnetzte (25.). Unnötige Strafzeiten taten ihr Übriges, und der Rückstand wuchs weiter. Im letzten Drittel passierte dann nach dem zweiten Treffer der "Hawks" durch David Franek (44.) nicht mehr viel.
"Das müssen wir nächste Woche besser machen", sagte Thür, und Reichert gab ihm Recht. Beide hatten bereits das Derby gegen die Schweinfurter "Mighty Dogs" am Freitagabend vor Augen. Um Wartezeiten an den Abendkassen gering zu halten, gibt es am heutigen Montag von 19 bis 20 Uhr sowie Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (jeweils von 20 bis 21 Uhr) im "Hawks Inn" wieder einen Vorverkauf.
ESC Haßfurt: Mart. Hildenbrand, Tscherepanow - Max Hildenbrand, Marc. Hildenbrand, Stahl, Rambacher, Vollert - Nold, Zösch, Kinereisch, Wildenauer, Lang, Stach, Franek, Dietrich, Rister / Zuschauer: 560 (60 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: 4:1 (14.) Nold (Dietrich), 8:2 (44.) Franek 4-5 / Strafzeiten: Erding 20 / Haßfurt 21 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Rambacher plus Disziplinarstrafe gegen Rister rn