Die Dorferneuerung von Wolfsberg nimmt konkrete Formen an. Dies berichtete Bürgermeister Markus Grüner (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. In einem Treffen mit allen Verantwortlichen vom Straßenbauamt (StBA), den Planern, dem Wasserwirtschaftsamt (WWA), dem Amt für ländliche Entwicklung (ALE) und Vertretern der Gemeinde sind laut Grüner die in Frage stehenden Maßnahmenpakete diskutiert worden.


"Konstruktive Gespräche"

Parallel dazu sind zahlreiche Anlieger beteiligt. Sie müssen den nötigen kleineren Grundstücksabtretungen für den Gehweg und die Gestaltung neben der Straße zustimmen. Diese Verhandlungen sind Grüner zufolge nach "konstruktiven Gesprächen" inzwischen erfolgreich abgeschlossen worden.
Auf ausdrücklichen Wunsch der Einwohner sieht das Straßenbauamt inzwischen eine Querungshilfe in der Nähe der Zufahrt zum Sportplatz vor. Diese soll verkehrsberuhigend wirken. Die Gemeinde hat sich entschlossen, den auf der Häuserseite geplanten Gehweg vom Ort bis zur Querungshilfe zu verlängern. In diesem Bereich begleitet auf der gegenüberliegenden Seite die Trubach die Fahrbahn. Im Zuge der Fahrbahnverbreiterung muss sie weiter in die vorhandenen Wiesen verlegt werden.
Das staatliche Wasserwirtschaftsamt besteht nach den EU-Richtlinien in diesem Zusammenhang auf eine Verbesserung der ökologischen Gegebenheiten. Der Fluss soll nicht länger gerade verlaufen, sondern mäanderförmig verlegt werden. Für diese Schleifenform veranschlagt das Amt einen Korridor von 15 Metern Breite. Unter allen Umständen soll eine künstliche Einengung der Trubach vermieden werden und in Anbetracht der Hochwassergefahr auch ein gewisser Auslauf vorhanden sein. Die betroffenen Grundstückseigentümer sind davon alles andere als begeistert. Sie haben den Plänen bislang nicht zugestimmt. Sie sind aber dazu bereit, einen Streifen von acht Metern abzutreten. Außerdem wollen sie die alten Wehre erhalten wissen. Das WWA hält dies für grundsätzlich möglich, verlangt im Gegenzug aber Fischtreppen für die Durchlässigkeit. Die Wieseneigentümer wollen die Brücken wieder haben, das ist laut WWA und StBA kein Problem. Weitere Nachverhandlungen sind also erforderlich.
Das Amt für Ländliche Entwicklung deutete an, dass im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen das gesamte Projekt "Dorferneuerung Wolfsberg" gefährdet sein könnte. Dies wäre umso ärgerlicher, als alle übrigen Hürden in intensiver Detailarbeit inzwischen überwunden worden sind. Fortschritte macht die Baumaßnahme "Trubachtalstraße in Obertrubach", wo Breitband, Erdverkabelung und neue Straßenbeleuchtung verlegt und auch die marode Wasserleitung bei dieser Gelegenheit erneuert wurde.
In einem Informationsgespräch mit den Bürgern wollen der zuständige Architekt vom Bayreuther Büro RSP und das Eckentaler Ingenieurbüro Engelhardt die geplante Gestaltung des Straßenumfelds präsentieren und so den Bürgern die Möglichkeit der Mitgestaltung der städtebaulichen Maßnahme einräumen.
Aufgeschoben wurde der Tagesordnungspunkt "Verkehrsüberwachung - Antrag Herzogwinder Bürger". Die Polizei musste aufgrund eines dringenden Einsatzes den Besprechungstermin tags zuvor vor Ort kurzfristig absagen.
Hübsch und sinnvoll hergerichtet haben die Geschwander in ehrenamtlicher Arbeit ihren Kinderspielplatz. Dabei wurde unter anderem der alte Kletterkubus abgerissen und ein neues Gerät aufgestellt.
Wie in der Gemeinde üblich und bewährt, stellt die Kommune das Material. Die Generalsanierung durch die Bürger aus Geschwand organisierte Michael Bauernschmitt.