Altenkunstadt — "Mens sana in corpore sano" lautet eine lateinische Redewendung, der zufolge ein gesunder Geist einen gesunden Körper verlangt. Die besten Voraussetzungen für körperliches Wohlbefinden sind ausge-wogene Ernährung und vor allem ausreichend Bewegung.
Mit dem im Herbst vergangenen Jahres errichteten Senioren-Bewegungspark bietet die Gemeinde Altenkunstadt älteren Menschen die Möglichkeit, sich unter freiem Himmel sportlich zu betätigen. Die Projektgruppe "In der Heimat wohnen" nutzte das Gelände jetzt für ihren ersten "Outdoor-Fitnessnachmittag mit französischen Leckereien". Im Mittelpunkt stand die Übergabe der neuen, von der Friedrich Baur GmbH gestifteten Ruhebänke.

Park gut angenommen

Die Resonanz war gut. Dank der zentralen Lage des Bewegungsparks auf der Wiese zwischen dem "In der Heimat wohnen"-Neubau und dem Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund ließen sich viele Bewohner beider Einrichtungen die "Outdoor-Fitness-Premiere" nicht entgehen. Als eine sehr gute Einrichtung bezeichnete die Leiterin des Seniorenzentrums, Michaela Kloppe, den neuen Bewegungspark. Die Übungsgeräte würden auch von den Heimbewohnern gerne genutzt.
"Wenn Senioren mit sportlicher Betätigung etwas für ihre Fitness tun wollen, dann ist es wichtig, dass sie sich zwischendurch immer wieder ausruhen können", erklärte Baur-Geschäftsführer Bernhard Betz. Die neuen Bänke mit passender Sitzhöhe böten die Möglichkeit, zu verschnaufen und sich zu unterhalten.
Für Sport ist es Betz zufolge nie zu spät: "Wer sich in jungen Jahren zu wenig bewegt hat, hat hier die Möglichkeit, das nachzuholen. Im Alter lässt sich einiges wiedergutmachen". Inge Goebel von der "In der Heimat wohnen"-Projektgruppe freut sich, dass der Bewegungspark von Menschen aller Alters-gruppen genutzt wird: "Hier ist immer etwas los. Das sehe ich von meiner Wohnung aus."
Für den freizeitsportlichen Teil des Nachmittags war Annegret Weinlein zuständig. Sie ist seit Jahrzehnten im Altenkunstadter Turnverein aktiv und betreut seit kurzem auch die Gymnastikgruppe des Projekts "In der Heimat wohnen".
Die Freizeitsportlerin erläuterte den Senioren den sachgerechten Umgang mit den sechs Übungsgeräten: "Jedes erfüllt bestimmte Funktionen und tut somit auf ganz spezielle Weise dem Körper gut".
So stärkt der "Rudertrainer" die Hüfte, den großen Rückenmuskel sowie die Oberarm- und Beinmuskulatur. Außerdem steigert er die Beweglichkeit der Taille. Mit dem "Langlaufsystem Duo" lassen sich Langlaufbewegungen simulieren. Sie "stählen" Ober- und Unterkörper und verbessern obendrein das Herz- und Kreislaufsystem. Wer sich am "Twist Duo" sportlich betätigt, trainiert damit Wirbelsäule, Hüfte und Gesäß. Der Rücken wird gelockert und die Beweglichkeit gefördert. "Da die meisten Geräte für zwei Personen konzipiert sind, kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und sich beim Trainieren unterhalten", erklärte Weinlein. Auch Rollstuhlfahrern bietet der Bewegungspark interessante Betätigungsmöglichkeiten. Bei der Outdoor-Fitness-Premiere heiß begehrt war Boule, eine vor allem in Frankreich beliebte Kugelsportart.
Nicht nur die Senioren, auch Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) und Baur-Geschäftsführer Bernhard Betz machten begeistert mit. Bernd Kleinert