von unserem Redaktionsmitglied 
Thomas Mäuser

Bad Kissingen — Das, was der Springbrunnen im Rosengarten dem Auge heute noch bietet, soll er auch künftig zeigen: ein unregelmäßige Fünfeck mit Fontänenfächer. Da ist sich der Bauausschuss schon lange einig. Einig ist er sich aber auch, dass es durchaus etwas mehr sein darf, wenn es bezahlbar ist. Entsprechende Vorschläge wird das Büro für Wassertechnik mit Sitz in Berlin ausarbeiten.
Jürgen Fiedler vom oben genannten Büro legte den Stadträten dar, was alles machbar ist. Sollen künftig neben der Standard-Einstellung zusätzliche Wasserspiele möglich sein, dann bedarf es mehrerer Pumpen, damit die Düsen auf verschiedene Höhen eingestellt werden können. Im Vergleich zu den Gesamtkosten sei der Preisunterschied zwischen einer großen oder vier kleineren Pumpen bezahlbar.

Laser und Nebel

Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten, dieses Bad Kissinger Wahrzeichen zusätzlich zu beleben. Zum Beispiel mit einer Lasershow und aufsteigendem Nebel als Projektionsfläche. Schließlich wären auch Musikeffekte denkbar.
Zuvor hatte Fiedler Bilder von Springbrunnen in anderen Städten gezeigt, was Stadtrat Thomas Menz (SPD) dazu veranlasste, die Wasserspiele im Rosengarten als die schönsten zu bezeichnen. Dem Einsatz eines Lasers steht er allerdings eher kritisch gegenüber.
Bei nur einer Gegenstimme sprach sich der Bauausschuss dennoch dafür aus, den Neubau des Springbrunnens mit Musik, Nebel, Laser und mehreren möglichen Wasserspielen durchzuplanen. Nur das bisherige Bild zu bieten, wäre laut Bernhard Schlereth (CSU) Stagnation und damit Rückschritt. Stadtrat Bernd Czelustek (SPD) wiederum möchte wissen, welche Zusatzeffekte sich auch später noch finanziell vertretbar nachrüsten ließen.

Riesen-Aufwand für Musik

Auch wenn Jürgen Fiedler am Mittwoch noch keine konkreten Summen nennen konnte, betonte er, dass eine Synchronisierung der Fontänen mit Musik mit einem erheblichen Aufwand verbunden sei: "Solche Programme kosten ein Riesengeld." Die Nebelanlage dagegen wäre mit rund 20 000 Euro durchaus erschwinglich.
Auf eine Vorgabe, wie tief das Becken künftig sein soll, hat der Bauausschuss vorerst verzichtet. Derzeit ist das Becken am Rand 30, in der Mitte 80 Zentimeter tief. Das städtische Tiefbauamt favorisiert ein seichteres Becken, das dann auch begehbar wäre. Damit fand er Unterstützung von Jürgen Fiedler: "Die meisten Leute wollen eine begehbare Brunnenanlage."
Allerdings könnte es laut Thomas Hornung, dem Leiter des Tiefbauamtes, bei sehr seichten Becken und bei hohen Temperaturen zur Legionellenbildung kommen. Diese Bakterien würden durch die Fontänen sehr weit gestreut. Andererseits seien Entkeimung und Desinfektion bei solchen Wasserspielen heute Standard.
Klar ist bereits jetzt, dass nach den aktuellen Vorschriften die Pumpen nicht im Becken untergebracht werden dürfen, vor allem, wenn es begehbar ist. Sie werden in einer Brunnenstube Platz finden, die entweder neben dem Brunnen oder im Bereich der Treppenanlage untergebracht wird.

Beschluss im April 2015

Im Februar, spätestens aber im März kommenden Jahres werden dem Bauausschuss die denkbaren Varianten samt der Kosten vorgestellt. Ein endgültiger Beschluss, was der neue Springbrunnen im Rosengarten alles können muss, dürfte im April 2015 fallen.Im Juli könnte die Vergabe der Arbeiten folgen, als Baubeginn sind September oder Oktober angedacht. In der kommenden Saison wird der alte, marode Brunnen noch einmal durchhalten müssen.