Ein besonderes Ereignis führte die einstigen Schülerinnen und Schüler der Grund- und Hauptschule von Altenkunstadt wieder zusammen, denn alle konnten und können in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag feiern.
Es waren recht bescheidene Verhältnisse, in denen Mädchen und Buben des Geburtsjahrganges 1941 von Altenkunstadt aufgewachsen sind, die anschließend, im Jahre 1947, eingeschult wurden und gemeinsam das Schulgebäude an der Baiersdorfer Straße besuchten. Dies war natürlich eine recht große Klasse und dennoch tat dies dem Lernen keinen Abbruch; obwohl teilweise zwei Jahrgänge gleichzeitig von einem Lehrer unterrichtet wurden; die erste Lehrerin war Frau Knoteck. Wie zur damaligen Zeit üblich, befanden sich alle Klassen in ein und demselben Gebäude. Ab 1955 erfolgte dann eine Trennung, denn die evangelischen und katholischen Mädchen und Buben wurden in verschiedenen Klassenräumen unterrichtet. Selbst Klosterfrauen waren als Lehrkräfte der Kinder mit einbezogen.
Interessant dabei, dass die Weihnachtsferien 1946/1947 verlängert wurden, da die Brennstoffe zur Beheizung nicht mehr reichten. Dies war mit ein Grund dafür, dass es in den Wintern nach 1947 sogar "Kälteferien" gab.
Die einstigen Klassenkameraden ließen die Verbindungen nicht abreißen. 1981 gab es das erste Treffen des Geburtsjahrganges 1941, weitere folgten. So auch in diesen Tagen, als man im Hotel Gondel in Altenkunstadt zusammenkam. Einen ganz weiten Weg hatte Brigitte Mair (geborene Aigner) auf sich genommen, die aus Piesenkam nach Altenkunstadt zu ihren einstigen Mitschülerinnen und Mitschülern kam. Dieter Radziej