von unserer Mitarbeiterin Sonja Werner

Frimmersdorf — Einmal etwas Anderes als das Gewohnte ausprobiert hat die Feuerwehr Frimmersdorf als diesjähriger Veranstalter des örtlichen Faschingsballs am Samstag. Nicht spaßige Einlagen und Sketche wie in den vergangenen Jahren, sondern Livemusik mit "Die lustigen Reichmannsdorfer" bot Stimmung und Gelegenheit zum Tanz im oberen Stockwerk im Vereinsheim.
"Es wird immer schwieriger, die Leute zum Kommen zu bewegen", erklärt Vereinsvorsitzender Uwe Bäuml. "Da wollten wir es eben mal mit was Neuem probieren." Ganz füllte sich das Vereinsheim zwar dennoch nicht, aber immerhin, bei einigen Gästen ist der Plan auf jeden Fall gelungen. "Von der Existenz Frimmersdorfs haben wir ehrlich gesagt bisher noch gar nichts gewusst", lachten Oswald, Lebensgefährtin Hermine, Karlheinz und Ehefrau Danuta aus der Schweinfurter Gegend. "Wir sind jedoch totale Fans der Reichmannsdorfer und wenn sich die Möglichkeit ergibt, fahren wir zu ihren Auftritten. So sind wir heute Abend hierher gekommen."
Das Tanzbein schwangen sie dann auch bis spät in die Nacht hinein kräftig, ebenso wie etliche andere Paare, die sich diese Gelegenheit im Vestenbergsgreuther Ortsteil nicht entgehen lassen wollten.
Den Faschingsball gibt es in Frimmersdorf seit rund 15 Jahren. Nachdem die früher üblichen Einzelveranstaltungen der Fischer, der Feuerwehr und der Sportler immer mehr an Besucherschwund gelitten hatten, entschloss man sich zu einer gemeinsamen Faschingsfeier.
Die Organisation übernahm jeweils alternierend einer der drei Vereine. Der Eintrittspreis wurde günstig gehalten, damit wirklich jedermann Zutritt haben konnte. Blieb dennoch etwas Erlös übrig, ging der in die Kasse des jeweils organisierenden Vereins.
Nachdem es anfänglich so aussah, als ob diese Lösung das gemeinschaftliche Feiern retten würde, kamen in den letzten Jahren jedoch immer weniger Gäste. Mit der Entscheidung zur Neugestaltung hofft der Feuerwehrverein auf eine Erhöhung der Resonanz.
"Die Entscheidung zu Musik ist eben ein bisschen schwierig", so der Vorsitzende. "Was die älteren Leute hören wollen, entspricht nicht dem Geschmack der Jugend und umgekehrt. Der Faschingsball soll aber eigentlich alle im Dorf ein wenig zusammenbringen." Aber später am Abend wurden auch noch die Jüngeren erwartet. Und er behielt recht mit seiner Voraussage. Zu den Zeiten, wenn die Jugend anfängt auszugehen - nach 22 Uhr - fanden sich noch einige Gäste mehr ein.
Noch später kam es dann sogar noch zu völlig ungeplanten Spaßeinlagen. Spontan und ohne Probe gab der eine oder andere noch eine witzige kleine Vorstellung. "Es wär schade, wenn der jährliche Faschingsball langsam sich im Sand verläuft", sagt Bäuml.