von unserem Mitarbeiter  Horst Lange

Priesendorf — Die Erweiterung des Priesendorfer Friedhofs nimmt Gestalt an. Davon überzeugte sich der Gemeinderat Priesendorf im Rahmen einer Ortsbesichtigung vor der Sitzung im Gemeindezentrum. Vorgestellt wurde die Maßnahme von Architekt Udo Freitag von Eis-Architekten aus Bamberg. Aufgrund der starken Hanglage präsentiert sich die Erweiterung in einer besonderen Architektur. Derzeit entstehen auf mehreren Ebenen im ersten Bauabschnitt, für den 380 000 Euro in den Haushalt eingestellt wurden, insgesamt 44 Einzel- bzw. Doppelgräber und im vorderen Bereich 19 Urnengräber. Weitere 27 Grabstellen können bei Bedarf in einem zweiten Bauabschnitt eingerichtet werden. Abgetrennt und befestigt sind die verschiedenen Ebenen durch Stützmauern mit großen Steinquadern.

Treppenanlage verbindet Ebenen

Derzeit ist die bauausführende Firma damit beschäftigt, Leitungen für Frisch- und Abwasser sowie eine Elektroleitung zu legen, eine Datenleitung für Beschallung wird verbaut und eine Drainage sorgt dafür, dass Oberflächenwasser ordnungsgemäß versickern kann. Einzelne Ebenen werden durch eine Treppenanlage verbunden, ebenso ist eine fußläufige Verbindung zum alten Friedhof vorgesehen. Die Fertigstellung sei, so Bürgermeisterin Maria Beck (CSU), bis Ende des Jahres geplant, sodass dann die ersten Belegungen erfolgen können. Im Sitzungssaal stimmte der Gemeinderat einstimmig dem Ergebnis der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, der ersten Änderung des Bebauungsplanes "Gewerbegebiet Melben mit der Änderung des Bebauungsplanes Sportgelände Melben" zu.

"Bettlerbanden unterwegs"

Befriedigend sei derzeit die Situation der 32 Asylbewerber, die in Priesendorf untergebracht sind. Man bemühe sich, die Menschen verschiedener Nationalitäten gut im Ort durch verschiedene Maßnahmen, wie z. B. Sprachunterricht, zu integrieren, auch wenn dies durch einen ständigen Wechsel bisweilen schwierig sei. Sorge bereite jedoch, so die Bürgermeisterin, dass sich im "Schlepptau" dieser Asylanten in Priesendorf osteuropäische Bettlerbanden breitmachten, die gezielt von Tür zu Tür gingen und um finanzielle Unterstützung oder auch Lebensmittel bitten würden. Maria Beck empfahl im Falle dieses gewerbsmäßigen Bettelns die Polizei zu verständigen.