von unserer Mitarbeiterin Ulrike Langer

Haßfurt — Bataillonskommandeure, Kompaniechefs und Bürgermeister kommen und gehen; doch die Patenschaft zwischen der dritten Kompanie des Logistikbataillons 467 aus Volkach und der Stadt Haßfurt bleibt bestehen. Ja, sie wird seit 2002 jedes Jahr gepflegt, gefestigt und belebt. Entsprechend stolz zeigten sich Haßfurts Bürgermeister Günther Werner (FW) und der Kompaniechef Sven Grygiel bei der Kompanieweihnachtsfeier in der Stadthalle, die beim FC Haßfurt ausklang.
"Wir können stolz darauf sein, dass es uns in den vielen Jahren unserer Patenschaft tatsächlich gelungen ist, die Verbindung zwischen der Bundeswehr und der Bevölkerung herzustellen und aufrechtzuerhalten", sagte Bürgermeister Werner vor rund 90 Soldaten. "Die Patenschaft bedeutet für uns als Stadt die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht, und wir möchten Ihnen auch weiterhin zeigen, dass wir fest hinter der Institution Bundeswehr und ihren Aufträgen stehen."

Respekt gezollt

Er habe tiefen Respekt davor, dass sich auch deutsche Soldaten an zahlreichen Kriegsschauplätzen der Erde für den Frieden und für den Schutz der betroffenen Bevölkerung in große Gefahr begäben. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr seien nicht nur der deutsche Beitrag zu den UN- oder Nato-Aufgaben, sondern auch eine indirekte Verteidigung des Landes. Die Bundeswehr habe jetzt die Aufgabe, als "Friedensstifter in den Brandherden dieser Welt" zu fungieren. "Ihre Schilderungen aus den Einsätzen sind uns und vor allem den jungen Menschen wichtig, damit bei uns auch zukünftig niemand mehr auf die Idee kommt, einer kriegerischen Auseinandersetzung etwas Positives abzugewinnen", sagte der Bürgermeister.
Werner verabschiedete den Kompaniefeldwebel Thomas Münch, der in der Patenschaft immer eine große Rolle gespielt hatte. "Sie waren das Bindeglied zwischen Kompanie und der Stadt und die Konstante der Patenschaft in den letzten acht Jahren. Daraus ist bei vielen gemeinsamen Treffen eine innige und freundschaftliche Verbundenheit entstanden", sagte Günther Werner und überreichte ein Präsent.
Der Kompaniefeldwebel erklärte, nie zuvor eine solch intensive Patenschaft erlebt zu haben. "Ich bin mir sicher, dass mein Nachfolger Uwe Bubeck diese Patenschaft ebenso schätzt und pflegt wie ich", sagte er.
Auch Hauptmann Grygiel zeigte sich erfreut über die lebendige Patenschaft und die gemeinsamen Treffen. In seinem Rückblick lobte er "seine" Soldaten, die besonders während der Umstrukturierung der Bundeswehr sehr gute Arbeit geleistet hätten. So seien 50 Marinesoldaten und drei Angehörige der Luftwaffe in die Kompanie integriert worden. Weil die Kompanie einen Auftrag der Nato Response Force (Eingreiftruppe der Nato, kurz NRF) erhalten habe, müsse sie 2015 wieder "auf Standby für Auslandseinsätze" gehen. 2016 werde man das fünfte Kontingent der Resolute Support Mission in Afghanistan übernehmen.

Geld für die Lebenshilfe

Sven Grygiel teilte mit, dass die Soldaten wieder für die Lebenshilfe Haßberge gesammelt hätten und 200 Euro übergeben könnten. "Wir freuen uns immer wieder, die Gemeinschaft mit den Soldaten erleben zu dürfen", sagte der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Olaf Haase, mit einem Dankeschön für die Spende. "Unsere Kinder sind glücklich, wenn Sie uns besuchen oder sie zu Ihnen kommen dürfen. Er lud dazu ein, " bei uns Menschen mit Handicap kennenzulernen".