von unserem Mitarbeiter Stephan Stöckel

Modschiedel — Ein Hauch von "Dalli Dalli" wehte am Mittwochnachmittag über den Jura. "Wir sind der Meinung, das war spitze", kommentierte Bürgermeister Udo Dauer (CSU) die Gesangs- und Tanzdarbietung der Kindergartenkinder. Das Echo folgte mit einem vielstimmigen "spitze!" auf dem Fuße.
Beim Richtfest für die neue katholische Kindertagesstätte mit Kinderkrippe in Modschiedel herrschte eine heitere und gelöste Atmosphäre. Rund eine Million Euro lassen sich die Stadt Weismain, die Erzdiözese Bamberg und die Kirchenstiftung St. Johannes der Täufer das Vorhaben am Ortsrand von Weismain kosten.
Der Ausdruck "Dalli Dalli" ist nicht nur zum Synonym für eine Fernsehsendung mit Hans Rosenthal geworden, sondern steht auch dafür, dass etwas flott über die Bühne geht. "Wir liegen minimal über dem Zeitplan", flüsterte Architekt Georg Dietz. So richtig laut wollte es kein Redner sagen, denn bekanntlich soll man den Tag nie vor dem Abend loben. In einem waren sich aber alle einig: Bis zum 31. Dezember ist das Gebäude bezugsfertig. Obendrein ein wichtiger Termin, wie Bürgermeister Dauer hervorhob: "Nur wenn die Baumaßnahme bis zu diesem Zeitpunkt vollendet ist, gibt es auch einen Zuschuss vom Freistaat."

Wie geht's weiter?

Architekt Georg Dietz skizzierte die weiteren Etappen im Bauzeitplan: Bis Ende Juni werde das Dach vollendet sein. Darauf folgt die zweite Phase, in der die Elektro- und Wasserinstallation vonstatten geht, die Innenwände verputzt und der Estrich verlegt wird. "Nach der Bautrocknung, die bis Anfang September abgeschlossen sein sollte, begeben wir uns in den dritten und letzten Abschnitt, in dem Ausbaugewerke wie Fließen- und Malerarbeiten oder das Verlegen der Bodenbeläge auf dem Programm stehen."
Dauer würdigte die Kita mit Kinderkrippe als eine wichtige Einrichtung und den Neubau als richtungsweisend, der Modschiedel aufwerten werde. "Wer weiß, vielleicht befindet sich der Kindergarten in ein paar Jahren inmitten eines Neubaugebietes", sagte der Redner. Denn für ihn steht fest: "Der Neubau ist ein wichtiger Schritt, junge Familien zu halten und anzulocken."
Der Bürgermeister und Kirchenpflegerin Anita Rauch dankten allen, die zum bisherigen Gelingen der Baumaßnahme beigetragen hatten. Was sangen die Kleinen, das die Großen so "spitze!" fanden. "Ein Dach überm Kopf, das wäre schön, drum kann man schon die Balken seh'n. Die Zimmerer hatten viel zu tun, zum Richtfest heut' sagen wir nun."
Einer von ihnen, Zimmerermeister Armin Pfaffenberger von der Kulmbacher Firma "Fleischmann Holzbau", hatte nicht nur den Richtspruch parat ("Nach harten arbeitsreichen Tagen, grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land"), sondern ließ auch allerhand Süßes auf die Kleinen herabregnen.