Unser Landkreis hat gute Voraussetzungen für den Tourismus zu bieten: eine wunderschöne Landschaft mit ihren Hügeln, Wälder und Bächen; Baudenkmäler, die mehr als einen Blick wert sind; malerische Orte; aber auch Neues wie das Tropenhaus in Kleintettau.
Gleichzeitig ist aber die Zahl der Übernachtungen im Frankenwald derzeit rückläufig. Diese Entwicklung gilt es umzukehren. Seit der Maueröffnung ist der Tourismus aus Berlin zurückgegangen, aber der innerdeutsche Wochenend- und Kurzurlaubstourismus boomt. Hier können wir im Landkreis ansetzen. Denn der Tourismus ist eine große Chance für unseren Landkreis. Viele Besucher bedeuten ja auch, dass wir überregional bekannt und beliebt sind. Das sollte unser Ziel sein.
Vieles an touristischer Infrastruktur existiert schon. Durch das neue ÖPNV-System, das im Lauf dieses Jahres starten wird, und das ich seit langem fordere, wird gewährleistet, dass alle Sehenswürdigkeiten auch mit dem Nahverkehr zu erreichen sind. Das ist ein sehr wichtiger Schritt.
Auch das Angebot an Rad- und Wanderwegen ist sehr gut, aber auch da gilt: Wo noch Bedarf ist, muss auch noch etwas geschehen. Bei allen Sanierungsarbeiten an Kreisstraßen ist zu prüfen, ob nicht ein Radweg mit angelegt werden kann.
Durch Initiativen wie "Wanderbares Deutschland" rückt der Landkreis mehr in den Blickpunkt, das ist für uns aber auch eine Herausforderung, durchaus noch mehr Anstrengungen zu unternehmen.
Der Freizeitsee in Windheim wird ein Facelifting bekommen, auch für den südlichen Landkreis ist ein Freizeitsee unbedingt nötig. Hier müssen mögliche Standorte überprüft werden. Wenn Straßenbaumaßnahmen erfolgen, muss darauf geachtet werden, hier Synergieeffekte zu nutzen.
Ein wichtiger Faktor für den Tourismus ist auch die Pflege unserer Traditionen und das Vorzeigen unserer Geschichte. Wir haben einiges vorzuweisen und wir können stolz darauf sein. Hier kann man als einen Bereich auf jeden Fall die Flößerei nennen. Da passiert schon viel, aber zum Beispiel durch die Vernetzung und Verknüpfung der verschiedenen Angebote und Standorte ließe sich sicherlich auch noch manches optimieren. Denn für die touristische Attraktivität reichen die Attraktionen alleine nicht aus. Der Rahmen muss stimmen, dazu gehören Freizeiteinrichtungen, Verkehrsverbindungen, Übernachtungsmöglichkeiten, Camping- beziehungsweise Wohnmobilstellplätze etc.


Fördermöglichkeiten

Hier müssen wir darauf achten, dass unsere Einrichtungen auf dem neuesten Standard und gut zu erreichen sind. Und natürlich muss auch immer danach gestrebt werden, geeignete Fördermöglichkeiten zu erschließen.
Auch das regionale Marketing kann immer noch intensiviert werden. Wichtig ist da vor allem die Frage nach dem touristischen Leitbild: Wie wollen wir unseren Landkreis in seiner Gesamtheit darstellen und präsentieren?
Welche Stichworte sollen Besucher mit dem Landkreis Kronach verbinden?
Als Ziel für einen innerdeutschen Tourismus sollte feststehen, dass die Region Frankenwald und Rennsteig im Landkreis Kronach jedem Bundesbürger ein Begriff ist.
Die Voraussetzungen sind da und vieles ist schon erreicht. Ich will, dass zukünftig mehr Urlauber sagen: Kronach ist immer einen Besuch wert!
Unsere Landschaft braucht den Vergleich mit anderen Regionen nicht zu scheuen, und wenn wir unser Tourismusangebot überdenken und wohl geplant optimieren, kann unser schöner Landkreis mit all seinen Attraktionen ein echtes Urlaubs-Highlight werden.