von unserem Redaktionsmitglied 
Andreas Lösch

Ebern — Schwimmen wird günstiger, zumindest für manche: Der Stadtrat Ebern hat bei seiner Sitzung am Mittwochabend eine Anpassung der städtischen Badegebührensatzung beschlossen. Künftig können Schwerbehinderte gegen Vorlage ihres Schwerbehindertenausweises auch Zehner- und Saisonkarten zum ermäßigten Preis erhalten. Die Festsetzung galt bislang nur für Einzelkarten, wie Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) erklärte.
Den Antrag hat die SPD-Stadträtin Irene Jungnickel gestellt. Deren Stadtratskollegin Isabell Kuhn (CSU) merkte an: "Ich finde es schön, dass sich nun auch eine zweite Stadträtin dafür einsetzt. Ich unterstütze das voll." Dass auch die restlichen Ratsmitglieder hinter dem Antrag stehen, davon war Bürgermeister Hennemann ausgegangen: "Deswegen habe ich es auch schon vollzogen", sagte er. Die Neufassung der Badegebührensatzung ist also bereits in Kraft. Zehnerkarten kosten für Schwerbehinderte ermäßigt 15 Euro (Normalpreis 30 Euro), die Saisonkarte kostet 45 Euro (Normalpreis 70 Euro).

Kreisel an Heubacher Kreuzung

Der Stadtrat Ebern wurde außerdem von Bürgermeister Jürgen Hennemann über das Abstimmungsergebnis der Online-Petition und Unterschriftenaktion zur "Errichtung eines Kreisverkehrs--platzes an der Heubacher Kreuzung" informiert. Beteiligen konnten sich an dieser Umfrage auch Bürger, die nicht aus Ebern stammten. Insgesamt stimmten 883 Personen für die Errichtung eines Kreisverkehrs, 129 sprachen sich dagegen aus. 810 Bürger nutzten die Online-Umfrage auf der Homepage der Stadt Ebern, 202 trugen sich in die Listen ein, die in einigen Geschäften auslagen. Hennemann wird mit der Petition verschiedene Behörden, darunter das Staatliche Bauamt Schweinfurt, herantreten, um für Unterstüztung für das Kreiselprojekt zu werben.
Anschließend stimmte der Stadtrat noch über die Errichtung eines Sendemastes ab. Die Deutsche Bahn möchte einen solchen auf der Strecke Breitengüßbach-Ebern in der Nähe der Kläranlage errichten. Ein früherer Antrag der Bahn, einen solchen Mast auf dem Gemeindegebiet Rentweinsdorf zu errichten, war 2009 wegen der Nähe zu einem Überschwemmungsgebiet und zu bewohnten Häusern gescheitert. Diesmal gab der Stadtrat seine Zustimmung. der geplante Mast ist nach Ausführungen der Stadt fast 300 Meter vom nächsten bewohnten Anwesen entfernt. Der Mast soll eine Höhe von etwas mehr als 40 Metern haben und ist laut Bahn notwendig, um die eigene Funkversorgung in diesem Bereich zu gewährleisten. Die Stadt Ebern bekundete zudem Interesse, den geplanten Mast für das Prozessleitsystem der Kläranlage mitzubenutzen. Die Verwaltung ist mit dem Stadtratsbeschluss vom Mittwoch damit beauftragt, eine Vereinbarung mit der Bahn zu treffen.

Verdiente Feuerwehrleute

Bürgermeister Hennemann ehrte zudem verdiente Feuerwehrleute mit dem Feuerwehrehrenzeichen. Für 25 Jahre: Andreas Och, Peter Reitwiesner (beide Bramberg), Christian Kaeser und Stefan Mönch (beide Heubauch). Für 40 Jahre: Peter Hümmer (Jesserndorf).