von unserem Redaktionsmitglied ralf Kestel

Ebern — FTE setzt bei den Fachkräften weiterhin auf die eigene Ausbildung. Dieses Versprechen machte Personalleiter Olaf Fritsch bei einer Freisprechungsfeier für 18 Auszubildende am Mittwochnachmittag im Fischbacher Werk. Alle Absolventen wurden übernommen, zum Teil zunächst für ein Jahr befristet.
Fritsch verwies dabei auf aktuell 49 Azubis in den Werken Ebern und Fischbach, plus 17 Werksstudenten, deren Zahl weiter steigen werde. "Zugegebenermaßen ist die Zahl der Auszubildenden geringer geworden. Das Niveau früherer Jahre werden wir nicht mehr erreichen, aber jedes Jahr 15 bis 20 Auszubildende einstellen", schaut der Personal-Chef voraus. Der Trend dabei gehe zur Elektronik und Kunststofftechnik. "Mit ihrer Ausbildung haben Sie sich ein stabile Basis geschaffen, sie werden Ihren Beruf in der Zukunft aber noch mehrfach neu erlernen müssen", prophezeite der Firmensprecher.
Dem gesamten Ausbildungsjahrgang bescheinigte Fritsch Engagement und Leistungsbereitschaft. "Der Notendurchschnitt von 2,0 kann sich sehen lassen", lobte er. Ein Kompliment, in das er auch die Ausbilder einschloss. "Das hat sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau stabilisiert."

Knapp an WM-Teilnahme vorbei

Einer, der sich dabei besonders hervortat, war Dominik Michel aus Hohnhausen, der als Zerspanungsmechaniker bei der Qualifikation knapp an der Teilnahme zur Weltmeisterschaft scheiterte, wie Ausbildungsleiter Stephan Walter erzählte, der jedem seiner Schützlinge einen kurzen Rückblick auf die dreieinhalb Jahre Ausbildung widmete. So bescheinigte er Max Rügheimer aus Gemünd als Landwirtssohn und Motorradfan "beste Voraussetzungen" für den Beruf als Werkzeugmechaniker.
Trotz eines längeren Ausfalls wegen einer Verletzung habe Pascal Oppelt aus Neubrunn (20) die Ausbildung zum technischen Produktdesigner problemlos gemeistert.
Der einstige Realschüler absolvierte diese Ausbildung zusammen mit Albert Kutsch als Ebern (21) und Florian Hein aus Hofheim (21).
Sie beschrieben ihr Berufsbild als "Technischer Zeichner", der am 3D-Bildschirm Bauteile konstruiert, daraus Zeichnungen und Maße ableitet, Oberflächenbeschichtungen fest- und Stücklisten anlegt.
"Ich hab' schon früher gerne gezeichnet", erzählt der Neubrunner, der bei FTE schon ein Praktikum absolvierte und somit wusste, was auf ihn zukommt.
Das muss bei Albert Kutsch etwas anders gewesen sein, denn Ausbilder Walter erinnerte sich, dass er "anfangs nicht gedacht hat, dass er erst einmal Schweißen und am Schleifbock stehen muss", während sich Florian Hein zunächst als Kaufmann beworben hatte, dann sich aber zum Produktdesigner überreden ließ.