Bamberg — Die Verhandlungen mit den Beschickern des Grünen Marktes sollen dafür Sorge zu tragen, dass spätestens nach Abschluss der Renovierungsarbeiten in der St. Martinskirche deren Hauptportal freigehalten und ein vollständiger Blick auf die Fassade der Kirche ermöglicht wird. Diesen Wunsch hat die CSU-Stadtratsfraktion in einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) formuliert.
Zur Begründung heißt es, dass St. Martin die zentrale und prägende Kirche der Inselstadt sei. Es könne nicht sein, dass das Bewusstsein um die Bedeutung der ehemaligen Jesuitenkirche als zentraler Gedächtnis- und Verständnisort für die Geschichte des Grünen Marktes und der ganzen Inselstadt durch kaufmännische Interessen auf Dauer verdrängt würden, so die CSU.
Traditionell wird eine Kirche durch das Portal betreten. Dieser Zugang sei von großer Bedeutung für kirchliche Feste und müsse daher für die Gemeinde ungehindert möglich sein (Ein- und Auszug des Pfarrers und der Ministranten bei Hochfesten, Ein- und Auszug von Hochzeitspaaren usw.). Der Vorplatz vor der Kirche sei daher freizuhalten. Auch sei es Gehbehinderten und älteren Gemeindemitgliedern nicht zuzumuten, beim Besuch der Kirche erst Durchgangsnischen zu suchen. red