"Es ist doch gerade der CSU zu verdanken, dass es in Kronach viel zu wenig billigen bzw. bezahlbaren Wohnraum gibt", meinen Petra Zenkel-Schirmer, Maria Gerstner und Hedwig Schnappauf in einer Stellungnahme. Sie äußern sich für die Frauenliste zur Absicht der CSU, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen wolle.
Bis vor kurzem habe es diesen bezahlbaren Wohnraum noch gegeben, betonen die drei. Dank der "Architekten" des KWG-Verkaufs, allen voran die CSU, seien diese Wohnungen "rigoros vom Markt gewischt" worden. Heuchlerisch werde nun ein so- genannter neuer Einstieg in den sozialen Wohnungsbau gefordert, nachdem die CSU vor wenigen Jahren nicht bereit gewesen sei, "ein vorhandenes System neu zu strukturieren und auf gesunde Füße zu stellen".


Keine Überraschung

Die heutige Situation mit ständig steigenden Mieten sei für die Frauenliste absehbar gewesen, denn "beim Verkauf von Sozialwohnungen an ein privates Unternehmen spielen Sozialklauseln kaum eine Rolle".
Es werde sogar in Kauf genommen, dass sanierte Wohnungen in Kronach leer stünden, weil sie für die Menschen, für die sie eigentlich gedacht gewesen seien, unbezahlbar geworden seien.
Die Warnungen der Frauenliste seien alle vom Tisch gewischt worden und nun suche man, "was man vor wenigen Jahren kurzsichtig leichtfertig abgestoßen hat". red