von unserem Mitarbeiter Thomas Weichert

Forchheim/Gößweinstein — "Die Wirtschaftsjunioren sind die jungen Wilden in der Wirtschaft." Dies sagte der Landesvorsitzende Holger Metzger bei der 40-Jahr-Feier der Wirtschaftsjunioren Forchheim. Metzger wird im kommenden Jahr aller Voraussicht nach sein derzeitger Stellvertreter Ingo Keller im Amt nachfolgen.
Die Wirtschaftsjunioren wollen laut ihrer Kreissprecherin Verena Stegmeyer vor allem dazu beitragen, Ökologie, Ökonomie und menschengerechtes Leben zu schützen, zu schaffen und zu sichern. Von acht Freunden sind die Wirtschaftsjunioren Forchheim vor 40 Jahren in Forchheim gegründet worden. Einer der acht ist der Forchheimer Fotograf Günter Brinke, der jetzt auch zur Feier gekommen ist. "Wir waren damals alle ziemlich gleichaltrig, befreundet und hatten dieselben Interessen", erinnert er sich. Gegründet wurden die Forchheimer Wirtschaftsjunioren in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs.
Brinke selbst war damals 35 Jahre alt war. "Wir haben Betriebe besucht, versucht, gemeinsame Interessen zu sehen und schon damals Sommerfeste gefeiert. Wir wollten Kontakte knüpfen", sagt Brinke. MdB Thomas Silberhorn (CSU), der als Schirmherr auftrat, erinnerte an das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns. Dieses müssten alle Wirtschaftstreibenden noch heute zum Vorbild nehmen. Kommunikationsprobleme zwischen Politik und Wirtschaft räumte Silberhorn ein.

Auf gute Zusammenarbeit

Die Politik müsse die Rahmenbedingungen setzen, damit die Wirtschaft funktioniert. Die Skepsis gegenüber dem freien Handel sei in Deutschland zudem noch immer weit verbreitet. "Ich bin der festen Überzeugung, dass ein freier Handel in der Zukunft die Wirtschaft befördern wird", betonte Silberhorn.
IHK-Präsident Heribert Trunk ging seinerseits besonders auf das Breitbandprogramm ein. "Unser Ziel ist es, dass alle Kommunen in Oberfranken in diesem Programm vertreten sind", sagte er. Mit 82 Prozent ist der Landkreis Wunsiedel Spitzenreiter beim Breitbandausbau, der Landkreis Forchheim mit erst 13 Prozent jedoch Schlusslicht. Dies müsse sich schnell und dringend ändern, gab Trunk Landrat Hermann Ulm (CSU) mit auf den Weg.
Trunk zeigte sich jedoch überzeugt, dass der Landkreis Forchheim schon bald andere Regionen beim Breitbandausbau "katapultartig" überholen wird. "In diesem Land muss die Wirtschaft eine Stimme haben", forderte Trunk außerdem. Landrat Ulm nahm den Ball gern auf und wünschte sich eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik: "Lassen sie uns gemeinsam die Wirtschaft im Landkreis Forchheim gestalten", rief Ulm in den Saal.