Die diesjährigen "Feuersteinspiele" standen unter dem Motto "Mein Baum und ich". Dabei ging es um eine Pflanzaktion des Jugendhauses Burg Feuerstein mit Förstern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg (AELF)und der Waldbesitzervereinigung (WBV) Fränkische-Schweiz.
Wer kürzlich die Burg Feuerstein besuchte, konnte geschäftiges Treiben beobachten. 200 Kinder aus 10 Klassen (dritte und vierte Klassen) der Grundschulen Ebermannstadt, Wiesenthau, Wiesenttal, Langensendelbach und Kirchehrenbach verbrachten einen Vormittag im Wald der Burg. Sie wurden von zehn Förstern geführt. Passend zum Lehrplan der Schulen wurden die verschiedenen Funktionen des Waldes erklärt.
Ludwig Thiem, landwirtschaftlicher Betriebsleiter des Jugendhauses hatte die Stationen organisiert. Die Revierleiterin Rita Satzger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bamberg bereitete den waldpädagogischen Teil vor.

Mit Hammer und Meißel bewaffnet konnten die Schüler an einer "Insektenstation" die Rin-de von gefällten Bäumen (Kiefer, Lärche, Buche, etc.) abhebeln. Die darunter gefundenen Tiere und Pilze wurden anschließend wissbegierig den Förstern in Lupengläsern gebracht. Der Förster erklärte anhand der verschiedenen Funde die Aufgaben der Arten im Ökosystem Wald. Der Nährstoffkreislauf, die Baumarten, der Baum im Winter und auch die Nahrungspyramide wurden hier vom Förster direkt am Objekt erklärt.


Holla die Waldfee

Ein Highlight war die Waldprinzessin Manja Rohm. Die 26-jährige Mittelfränkin übernahm die "Rätselrunde".
Hier las sie den Kindern Rätsel vor, welche sie zu lösen versuchten. Waldtiere wurden so vorgestellt und anhand von Fotos gezeigt. Zwischendurch ließen die Förster die Kinder spielen. So stellte sich die Klasse beispielsweise in einen Kreis, bestimmte eine "Fledermaus" und zwei "Nachtfalter".
Der "Fledermaus" wurden die Augen verbunden und sie musste mit Rufen und Antworten der "Nachtfalter" versuchen, diese zu fangen.
Ein weiterer Höhepunkt war für die Kinder die Pflanzaktion der Waldbäume. Die Schüler konnten hier ihre Baumartenkenntnisse testen und mehr über Waldbau erfahren.
Jedes Kind durfte sich ein Bäumchen aussuchen. Kinder und Förster pflanzten gemeinsam am Rand des Waldes ihre Bäumchen.
Anschließend wurden kleine Schilder mit Namen der Kinder beschriftet und dem jeweiligen Bäumchen umgehängt.
So können die Kinder die Bäumchen künftig besuchen und sehen, wie "ihr" Baum wächst.
Zum Abschluss des informativen Vormittags und zur Verabschiedung versammelten sich die Klassen um ein großes Lagerfeuer.
Trotz leichten Regens und Nebel machten die Schüler bei der Ver-anstaltung interessiert und äußerst tatkräftig mit.