Coburg — Auch der Landkreis Coburg profitiere zunehmend von dem Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung. Dies hat der Coburger Landtagsabgeordnete Jürgen W. Heike (CSU) in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.
Heike nennt Zahlen. Demnach wurden bis zum Stichtag 26. Februar 2014 im Coburger Land bislang drei Arztniederlassungen in Ahorn, Ebersdorf und Sonnefeld jeweils mit bis zu 60 000 Euro Einmalzahlung zur Praxiseinrichtung unterstützt. In ganz Oberfranken flossen Gelder für zusammen elf Niederlassungen und eine Filialeröffnung. Bayernweit lag die Zahl seit Förderungsbeginn bei insgesamt 67 unterstützten Niederlassungen und sechs Filialbildungen.
"Mehrere unserer Landkreisgemeinden haben gegenüber der Bayerischen Gesundheitsagentur glaubhaft darlegen können, dass die hausärztliche Versorgung für ihre Bürger bedroht ist, wenn nicht Anreize zur Neuansiedlung geschaffen werden. Vor allem eine unsichere Praxisnachfolge ist hier ein gewichtiges Argument. Wir sehen nun die ersten Früchte dieser Bemühungen: Die Förderung der Staatsregierung unterstützt unsere Kommunen effektiv in ihrem Streben danach, den Patienten künftig Wartelisten und das Pendeln in Nachbargemeinden zu ersparen. Die drei bisher erreichten Neuansiedlungen zeigen das genauso wie laufende Gespräche mit interessierten Ärzten", so Heike.
Seit dem Jahr 2012 werden in Bayern hausärztliche Niederlassungen im ländlichen Raum finanziell gefördert, um auch in Zukunft eine flächendeckende und möglichst wohnortnahe medizinische Versorgung auf qualitativ hohem Niveau gewährleisten zu können. Auch außerhalb der Planungsbereiche für besonders schlechte medizinische Versorgung ist dabei eine Förderung möglich, wenn ohne Neuansiedlungen ein "unmittelbares lokales Versorgungsdefizit entstünde". red