von unserer Mitarbeiterin Angelika Tyll

Kulmbach — "Hilfe und Unterstützung für Kinder aus Flüchtlings-Asylbewerberfamilien" - unter diesem Motto fand die Übergabe von 4000 Euro im ökumenischen Kinderhort der Gummi-Stiftung statt. Gespendet wurde das Geld vom Verein "Aktivsenioren Bayern", vertreten durch Richard von Schkopp und Heinrich Müller.
Der Verein mit seinen mehr als 300 Mitgliedern, bestehend aus ehemaligen Unternehmern und Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Banken, ist in ganz Bayern ehrenamtlich tätig und macht mit dieser Spende die Eingliederung von Asylbewerberkindern und den Start eines Sprachprojekts erst möglich.

Patenschaften

Projektmittel werden eingesetzt im Hort, in der Schule und in Ziegelhütten. Patenschaften übernehmen die Aktiv-Senioren für Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, um sie möglichst gut auf das Berufsleben vorzubereiten. Unterstützt werden auch die Asylbewerberfamilien. Die Projektkoordination wird durch die Geschwister- Gummi-Stiftung gewährleistet.
Angeschlossen an diesem Vorhaben sind außerdem der Caritas-Kreisverband, die Pestlozzi-Schule, das Caspar-Vischer-Gymnasium und das Asylbewerberheim, das bereits seit vielen Jahren durch den ökumenischen Kinderhort betreut wird.
Kinder, die mit ihren Familien in den vergangenen Wochen eingetroffen sind, befinden sich teilweise schon seit vielen Monaten auf der Flucht. Endliche angekommen, freuen sie sich auf den Unterricht und das Erlernen einer neuen Sprache. Und es entstehen neue Kontakte mit Gleichaltrigen, die das Lernen erleichtern.
Um dieses alles zu ermöglichen, haben sich nach einem Aufruf in den Medien etwa 30 Sprachpaten gemeldet. Die Hälfte davon ist bereits tätig - mit mehr als 20 Kindern.
Annette Schleelein ist Sprachlehrerin und wird in einem Workshop Tipps und Anregungen vermitteln, wie Kinder am besten zu fördern sind und den Projektbeteiligten helfen, sich auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Sie unterrichtet bereits drei Mütter, plus Klein- und Schulkinder.

Gemeinsam einkaufen

Sie gehen zusammen einkaufen, erledigen Behördenbesuche und entdecken gemeinsam Interessantes. Ende Juli ist ein Treffen geplant, zu dem alle Sprachpaten eingeladen werden, um erste Erfahrungen auszutauschen.
Eva Steltenkamp, eine Sprachpatin der ersten Stunde, berichtet, dass die Kinder viel Spaß beim Lernen haben und freut sich über die Begeisterung ihrer Patenkinder.