Ein weiteres Kirchenkonzert in der Reihe "VHS-Musikring" findet am Sonntag, 6. März, um 17 Uhr statt. Ulrike Hünefeld und Wolfgang Schneider spielen zum Abschluss der Saison in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Johannes. Unter dem Titel "Jesus bleibet meine Freude" stehen Choralbearbeitungen für Orgel und Flöte sowie Solowerke für beide Instrumente auf dem Programm.
Die beiden Musiker kennen sich seit ihrer Schulzeit, am Friedrich-Alexander-Gymnasium in Neustadt/Aisch besuchten sie gemeinsam den Musik-Leistungskurs. Zudem studierten sie zeitgleich an der Hochschule für Musik in München.
Nach dem Studium spielte Ulrike Hünefeld mehrere Jahre bei den Nürnberger Symphonikern und im Orchester des Landestheaters Coburg. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Orchestermusikerin nahm sie 1994 die Arbeit an der Musikschule Kronach sowie zwei Jahre später an der Berufsfachschule für Musik in Kronach auf, wo sie bis heute pädagogisch tätig ist. Seit 2011 ist Ulrike Hünefeld auch Mitorganisatorin der Konzertreihe "VHS-Musikring" in Kronach.
Hünefeld konzertiert mit verschiedenen Orchestern und Ensembles sowohl auf historischen als auch auf modernen Flöten.
Wolfgang Schneider absolvierte das Studium der katholischen Kirchenmusik an der Musikhochschule München mit dem Hauptfach Orgel bei Professor Hedwig Bilgram. Im Anschluss war er zunächst als musikalischer Assistent des Würzburger Domkapellmeisters Professor Siegfried Koesler tätig.
Von 1995 bis 2013 war Schneider hauptamtlicher Kirchenmusiker der Pfarrei St. Johann Baptist in München-Haidhausen. Dann kehrte er nach Franken zurück und ist nun Dekanatskantor in den Haßbergen.


Bach und französische Werke

Im Kirchenkonzert des Musikrings stellen die beiden Interpreten Werke Johann Sebastian Bachs französischen Kompositionen des frühen 20. Jahrhunderts gegenüber. Bach komponierte über 200 Kantaten.
In Kronach erklingen Bearbeitungen für Flöte und Orgel, die als Grundlage Choräle und Arien aus Bachkantaten haben. Im Mittelpunkt steht das berühmte "Jesus bleibet meine Freude". Des Weiteren stehen auf dem Programm Sätze aus "Was Gott tut, das ist wohlgetan", "Das Blut, das meine Schuld durchstreicht" und "Sei Lob und Preis mit Ehren". Ergänzt werden die Bachschen Kantatensätze durch ein Werk für Orgel solo. Die Partita Nr. 1 in B-Dur aus der "Klavierübung", herausgegeben im Jahr 1731 zur "Ergötzung des Gemüts" und das erste Werk, das Bach selbst drucken ließ, wurde von Wolfgang Schneider selbst für Orgel eingerichtet.
Einen Kontrast zur Musik Bachs bieten Werke französischer Komponisten. Durch Neuerungen im Instrumentenbau beflügelt, waren sowohl Flöte als auch Orgel im Frankreich des frühen 20. Jahrhunderts außerordentlich beliebt. Es erklingen Werke von Jean Langlais, Jacques Ibert und Francis Poulenc. Allen drei Komponisten gemein ist, dass sie sich stilistisch zwischen dem farbenreichen Klang des Impressionismus und der Klarheit des Neoklassizismus bewegen, ohne dabei die Virtuosität beider Instrumente außer acht zu lassen.
Karten gibt es im Vorverkauf für 16 Euro (ermäßigt acht) im Tourismusbüro der Stadt Kronach, Marktplatz 5, sowie an der Abendkasse. Für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei. Weitere Infos unter www.kronach-klassik.de. red