Gößweinstein — Bei der Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft Morschreuth konnte Vorsitzender Hans Heckel 71 Mitglieder in der Kulturwerkstatt Fränkisch Schweiz begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem Landtagsabgeordneten Michael Hofmann und dem Kirchehrenbacher Maler und Bildhauer Erich Müller.
Sie waren zu einem ganz besonderen Anlass gekommen. Wegen ihres Einsatzes beim Bau der Kulturwerkstatt erfuhr das "Rentnerquintett" Anno Reichhold, Otto Pöhlmann, Josef Gold, Emil Beck und Helmut Kern eine besondere Ehre. Als sichtbares Zeichen der Anerkennung ihrer Leistungen hat sich Michael Hofmann bei der feierlichen Weihe der "Kulturwerkstatt Fränkische Schweiz" mit integriertem Feuerwehrhaus und dem Dorfgemeinschaftsraum vor über einem Jahr ein besonderes Präsent einfallen lassen. Von den insgesamt rund 9000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden beim Neubau haben die fünf Rentner allein etwa ein Viertel geleistet. Der Eigenanteil der Morschreuther Dorfgemeinschaft hat zusammen mit den geleisteten Arbeitsstunden etwa 290 000 Euro ausgemacht. "Ohne dieses Engagement wäre das Projekt trotz zahlreicher Förderungen wohl kaum zu realisieren gewesen", lobte Hofmann den Zusammenhalt in der kleinen Ortschaft.
Beim Kirchehrenbacher Maler und Bildhauer Erich Müller hatte er deswegen ein Bild in Auftrag gegeben, in dem die fünf Hauptakteure auf Leinwand in Acryl verewigt sind. Denn: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte", erklärte Hofmann.
Für das Werk des Künstlers wurde ein geeigneter, zentraler Platz im der Kulturwerkstatt ausgewählt. Hans Heckel und der Stimmkreisabgeordnete Michael Hofmann hängten es dort unter dem Applaus der Mitglieder gemeinsam auf. "Ein bleibendes Monument", merkte Heckel dankbar an.
In seinem Jahresrückblick ging er im Anschluss auf die vielfältigen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft Morschreuth im vergangenen Jahr ein. Höhepunkte waren vor allem die geselligen Veranstaltungen, wie das mehrfache Haxen-Essen aus dem Backofen, Kesselfleischessen, der Weinabend aber auch das Aufstellen des Christbaumes am Dorfplatz, der "Tag der offenen Tür" an der Kulturwerkstatt oder die Paketsammelaktion für Rumänien.
Der Vorsitzende wies darauf hin, dass die zentrale Aufgabe des Vereins jedoch der laufende Betrieb in der Kulturwerkstatt ist. Um die damit verbunden Kosten zu decken, seien die geselligen Veranstaltungen des Vereins unerlässlich. Mit der Kulturwerkstatt Fränkische Schweiz in Morschreuth habe man eine Kulturstätte mit Potenzial geschaffen, so seien Heckel zufolge bereits im ersten Jahr 2015 an 108 Tagen verschiedenste Kurse der Kooperation zwischen VHS und Malschule abgehalten worden.
Für den vakanten Posten des Schriftführers - Christian Müller hatte aus privaten Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt - wählte die Versammlung Tanja Weikert als Nachfolgerin. "Damit ist der Vorstand wieder komplett", freute sich der Vorsitzende. Hans Heckel