Die Regierung von Oberfranken hat jetzt Bürgerinnen und Bürger geehrt, die sich für den Schutz der Kleinen Hufeisennase, einer seltenen Fledermausart, einsetzen. Die Geehrten bieten zum Beispiel Quartiermöglichkeiten in ihren Gebäuden an, dulden Quartierkontrollen und akzeptieren bauliche Veränderungen wie den Einbau von Wärmeglocken.
Die Auszeichnung für ihr Engagement konnten jetzt im Eckersdorfer Rathaus (Landkreis Bayreuth) Edith Dörfler (Oberwaiz), Familie Hösch (Neustädtlein), Werner Linhardt (Oberwaiz), Familie Löwlein (Neustädtlein) und Uta Poss aus Oberwaiz entgegennehmen.


Seit 25 Jahren wieder Jungtiere

Seit 2013 kümmert sich die Höhere Naturschutzbehörde an der Regierung von Oberfranken in einem Biodiversitätsprojekt um die Kleine Hufeisennase. Um den Schutz der vom Aussterben bedrohten Fledermausart voranzubringen, ist es wichtig, herauszufinden, wo die Tiere leben. Nur so können die Quartiere gesichert und für die sensible Art optimiert werden. Dabei arbeiten neben der Unteren Naturschutzbehörde, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt und der Koordinationsstelle für Fledermausschutz Nordbayern auch sehr viele ehrenamtlich tätige Naturschützer und Verbände mit.
Seit Mitte Juli ist die Sensation perfekt - die Kleinen Hufeisennasen im Landkreis Bayreuth haben Nachwuchs. Erstmals seit über 25 Jahren gelang damit der sogenannte Reproduktionsnachweis mit mindestens drei Jungtieren. red