Zur Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Forchheim konnte Kreishandwerksmeister Werner Oppel in der Gereonskapelle in Forchheim neben den Vertretern aus Politik, Handwerk, Schule, Wirtschaft und Kirche 45 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen begrüßen.
"Die Freisprechung hat ihren Ursprung vor circa 700 Jahren, ist nach wie vor der feierliche Abschluss der Ausbildungszeit in einem Handwerksberuf und soll uns sagen: Sie werden ,befreit' von den Pflichten und Rechten des Lehrlings und verlassen damit einen geschützten Raum. Sie müssen nun Ihre Geschicke eigenständig lenken und ein hohes Maß an eigener Verantwortung übernehmen", so Kreishandwerksmeister Werner Oppel.
Das Berufsleben verglich er mit der Tour de France. "Ihr habt schon ein Zeitfahren gewonnen, denn die drei Jahre Lehrzeit waren erfolgreich. Aber die Herausforderungen, sprich die Berge, kommen noch, werden härter und steiler." Werner Oppel sprach den Junghandwerkerinnen und Junghandwerkern Mut zu für die Zukunft. Aus Fehlern werde man lernen. Bildung und Weiterbildung seien das Fitnesstraining für die harten Etappen.
Sein besonderer Dank galt den Eltern, die zur Berufswahl beigetragen haben. Eltern könnten stolz sein, wenn ihre Kinder einen Handwerksberuf erlernen. Weiter dankte er den Ausbildungsbetrieben, den Lehrern und Prüfern.
Das Grußwort der Handwerkskammer sprach der Vize-Präsident Matthias Graßmann: "Wir packen die Zukunft an. Wir, das Handwerk. Sie, liebe Gesellinnen und Gesellen, sind die Vorbilder, die wir in einem attraktiven Handwerk suchen!"
Zur Gesellen- bzw. Abschlussprüfung hatten sich 53 Auszubildende angemeldet, von denen sieben Prüflinge die Prüfung nicht bestanden haben. Die Prüfungsbesten sind Schreinerin Ruth Herzing, Ausbildungsbetrieb Wilhelm Herzing aus Hallerndorf, Schreiner René Lampret und Schreiner Max Reichel, beide Ausbildungsbetrieb Schreinerei Herbert Prütting aus Hiltpoltstein, Friseur Richard Metzger, Ausbildungsbetrieb Haarstudio Michael aus Friedberg, Friseurin Selin Yesil und Friseurin Sophia Niehaus, beide Ausbildungsbetrieb Akademie der Friseure Meininghaus aus Forchheim, und Elektroniker Erik Buder, Ausbildungsbetrieb Elektrotechnik Mastalerz aus Igensdorf.
Kreishandwerksmeister Werner Oppel gibt den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen noch eine Vision fürs Leben mit. "Das Motto ist: Leben Sie nach der ABC-Methode, das heißt: Anders sein als andere! Besser sein als andere! Cleverer sein als andere!" red