von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Gremsdorf — Für einen Ort mit nicht einmal 2000 Einwohnern hat Gremsdorf viel Industrie und Gewerbe. Dazu kommen noch die Ladengeschäfte nahe der Autobahn, mehrere Gasthöfe mit Übernachtungsmöglichkeiten, die Einrichtungen der Barmherzigen Brüder und ein großer Kindergarten mit Krippe. Dafür muss die Feuerwehr ausgerüstet sein.
Ihre Situation ist besser als in etlichen umliegenden Gemeinden, arbeiten doch viele Aktive im Schichtbetrieb, sodass auch untertags Rothelme einsatzbereit im Ort sind. Dazu kommen noch Aktive aus anderen Wehren, die in Gremsdorf arbeiten. Solche Zusammenschlüsse sind seit etwa fünf, sechs Jahren möglich und sichern den Brandschutz in Pendlerregionen.
1987 schaffte man für die Gremsdorfer Wehr ein Löschfahrzeug LF8 an, das weder Wasser- noch Schaumtank hat. Es ist inzwischen in die Jahre gekommen, weniger wegen der Kilometerleistung, vielmehr weil das Fahrzeug jahrein, jahraus mit voller Last einsatzbereit steht. Deshalb beschloss der Gemeinderat 2013, ein Ersatzfahrzeug anzuschaffen.

Für Autobahn-Einsätze geeignet

Die Regierung bewilligte ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 10. Denn nicht selten rücken die Gremsdorfer auch zu Unfällen auf die nahe Autobahn aus. Hierzu notwendige Gerätschaften wie Spreizer oder Rettungsscheren sind auch auf dem neuen Löschfahrzeug dabei.
Die Entscheidung der Fachleute fiel zugunsten eines Fahrgestells der Firma Mercedes zum Preis von gut 70 000 Euro. Beim Aufbau und der Beladung entschied man sich für die Firma Ziegler aus Giengen. Die Kosten hierfür liegen bei rund 250 000 Euro. "Damit bleibt man um 10 000 Euro unter dem Betrag, den die Gemeinde im Haushalt dafür eingestellt hat", erläuterte Zweiter Bürgermeister Markus Franke (WG Gremsdorf) in der Ratssitzung.
Dieser "Gewinn" wird zum Teil jetzt auch noch in das neue Auto investiert. Man lässt es mit einem Schaumtank ausstatten. "Das vereinfacht den Einsatz", erläuterte Feuerwehrkommandant Jürgen Wellein. Statt in Kanistern kann Löschschaum direkt mitgeführt werden. Der Kommandant hofft, dass Ende 2016 das neue Fahrzeug dienstbereit ist. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Anschaffung.