Die nachhaltig ökologische Bewirtschaftung und die Existenzgrundlage eines bäuerlichen Familienbetriebs dauerhaft zu sichern, ist unter den gegenwärtigen Marktbedingungen keine leichte Aufgabe. Vollerwerbslandwirt Thomas Schulz öffnete beim Tag der Regionen seine Hoftore für eine Exkursion der Kreisgruppe Lichtenfels des Bund Naturschutz.
Seit 1989 bewirtschaftet Schulz seinen über Generationen gewachsenen Betrieb biologisch nach den "Bioland-Richtlinien" und avancierte inzwischen zu einem Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau. Die Besucher konnten sich davon überzeugen, dass sich die 67 Kühe sowie zwei Bullen im geräumigen Laufstall offensichtlich sehr wohlfühlen.
Biobauer Schulz erklärte, dass die Rinder zur Fütterung Kleegras, Heu, Silage und eigenes Futtergetreide bekommen, das ausschließlich auf seiner selbst bewirtschafteten Fläche von 140 Hektar Ackerland und 25 Hektar Grünland erzeugt werde.
Schulz hob die Bedeutung des Bodens hervor: "Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir zum Beispiel die Fruchtfolge beachten. Wer sich für einen echten Biobetrieb entscheidet, sagt gleichzeitig Nein zu Gentechnik, Massentierhaltung, chemisch-synthetischen Düngern und Pestiziden." Schulz freute sich, dass die Nachfrage nach Milchprodukten mit höheren Qualitätsstandards anhalte und er daher seit Jahren von der "Bio-Schiene" der Coburger Molkerei in Wiesenfeld profitiere. red