Münnerstadt/Würzburg — Rund 2000 Personen werden Tag für Tag in den Einrichtungen des Bezirk Unterfranken mit Essen und Getränken versorgt. Wichtiger Teil der 6000 täglichen Mahlzeiten ist Kaffee. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, wird in den Küchen der fünf Kliniken in der Trägerschaft des Bezirks in Lohr am Main, Würzburg, Werneck und Münnerstadt sowie in der Versorgungszentrale auf dem Heuchelhof nur fair gehandelter Kaffee verwendet. "Eine Zertifizierung erhalten nur Produkte, bei deren Herstellung genau definierte soziale oder eventuell auch ökologische Kriterien eingehalten wurden", sagt Rainer Klingert, Geschäftsleiter Krankenhäuser und Heime. Zu diesen Kriterien gehöre unter anderem der direkte Handel mit den Produzenten. Wichtig seien zudem langfristige Lieferbeziehungen und Erlöse, mit denen die Erzeuger ihren Lebensunterhalt und die Produktionskosten finanzieren können.
Karin Renner, die Vorsitzende des Vergabeausschusses im Bezirk, erklärte, dass der Kaffee, der in den Bezirkseinrichtungen verwendet werde, weder teurer, noch qualitativ schlechter sei als herkömmliche Ware. Allerdings unterscheide sich der für Gemeinschaftsverpflegungen eingesetzte Kaffee gegenüber dem im Lebensmitteleinzelhandel erhältlichen durch spezielle Eigenschaften wie zum Beispiel einer ergiebigeren Röstung oder einer längeren Standfestigkeit. red