Weidhausen — "Aus Sicht unseres Ortsvereins stand das Jahr 2014 ganz im Zeichen der Kommunalwahlen", erinnerte bei der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Weidhausen Vorsitzender Bernd Faber. Das Minimalziel, die sechs Gemeinderatssitze der SPD-Dorfgemeinschaftsfraktion (DG) zu verteidigen, wurde erreicht.
Gesundheitsbedingt konnte der bisherige Fraktionssprecher Klaus Lippert sein Mandat nicht annehmen. Dies bedeutete für die Fraktion einen großen Verlust, da Klaus Lippert nicht nur eine Persönlichkeit ist, sondern auch über Fachkompetenz und Erfahrung verfügt. Als Fraktionssprecher gab Bernd Faber auch Einblick in die Gemeinderatsarbeit.

"Wir wurden abgekanzelt"

Enttäuscht waren die SPD-DG-Fraktionsmitglieder, als in der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats weder André Karl als Dritter Bürgermeister noch Bernd Faber als Seniorenbeauftragter eine Mehrheit bekamen. Das Abstimmungsergebnis mit elf zu sechs Stimmen bezeichnete Bernd Faber als ein abgekartetes Spiel und nicht die Umsetzung des Wählerwillens. "Wir wurden abgekanzelt, so wie schon in der Wahlperiode vorher", zeigte sich der Fraktionsvorsitzende enttäuscht.
Die Gemeinde Weidhausen habe auf verschiedenen Ebenen viele Herausforderungen zu bestehen. Seiner Meinung nach brächten deshalb parteipolitische Spielchen keinen Sinn. "Wir werden keine trotzigen Verlierer sein, sondern versuchen, unsere ganze Kraft und Kompetenz zum Wohle der Bürger einzusetzen", versichert Faber.
Er ging auf aktuelle Gemeinderatsthemen wie den Haushalt sowie geplante Maßnahmen und Vorhaben näher ein. Noch heuer soll mit der Sanierung und Erneuerung von Ortsstraßen begonnen werden. "Dabei ist unsere Aussage klar: Straßensanierung ja, Straßenausbausatzung nein", betont der Fraktionsvorsitzende.
Alle Wahlschwerpunkte der SPD-Dorfgemeinschaft wurden angepackt. Auch weiterhin wird versucht, mit verschiedensten Aktionen in der Öffentlichkeit stets präsent zu sein. "Unser Bestreben ist auch in Zukunft eine zielorientierte, kollegiale und sachliche Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen, dem Bürgermeister, den Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs", versicherte Faber.
Die Gemeinderäte der SPD-Dorfgemeinschaft restaurierten die Ruhebänke in der Flur von Weidhausen, Trübenbach und Neuensorg. Eine überwältigende Resonanz in der Weidhäuser Bevölkerung fand der Spendenaufruf für die Flüchtlinge und Asylbewerber, die aus den Krisengebieten dieser Welt in die hiesige Region gekommen sind. Die Spenden wurden beim Vorsitzenden gesammelt und anschließend weitergeleitet an das Sozialkaufhaus "Hartz und Herzlich" nach Coburg, um sie von dort aus an die bedürftigen Flüchtlinge zu verteilen.
Mit 19 Genossinnen und Genossen ist die Mitgliederstärke des Ortsvereins unverändert. Dennoch bat der Vorsitzende darum, für den Ortsverein zu werben, um einen geeigneten Bewerber für das Amt des Bürgermeisters aufzubauen. ake