Ebern — Über 1100 Unterschriften hat die Frauenunion in Ebern schon gesammelt. All diese Unterzeichner stützen die Forderung nach dem Fortbestand einer notärztlichen Anlaufstelle in Ebern.
Mit der Regelung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes im Raum Ebern beschäftige sich die Frauen-Union seit geraumer Zeit. Mit dem Zeiler Kreisrat Dr. Peter Jung (CSU), auch Bereitschaftsarzt in Haßfurt, hatten die Frauen nach eigenem Bekunden bereits im Oktober die für Ebern und Umgebung zu erwartende Situation diskutiert.


Kleine Chance

Damals war der Gedanke entstanden, dass eine Unterschriftenaktion eine kleine Chance böte, die Entscheidung der kassenärztlichen Vereinigung noch vor der Einführung der "Pilotregion Schweinfurt-Haßberge" in 2016 zu beeinflussen.
Von einer Petition hatte die CSU abgesehen. Stattdessen hätten die Frauen laut einer Pressemitteilung "mit umso mehr Schwung" bei den Bürgern um Unterschriften geworben. So "konnten bislang über 1100 Befürworter gewonnen werden", freut sich Simone Berger, Vorsitzende der Christsozialen Frauen (FU).


Zu weite Wege

Ein künftiges Notarztzentrum zentral in Haßfurt für den flächengroßen Kreis Haßberge werde von den Bürgern als nicht ausreichend erachtet, so auch Gabriele Rögner, Vorsitzende der CSU Ebern und Stadträtin: "Als politische Vertreter tragen wir dafür Verantwortung, gerade auch für die Menschen in unserem schwachstrukturierten ländlichen Raum zu kämpfen."
Rögner fordert, ergänzend zu den geplanten Bereitschaftspraxen, "die Wahlfreiheit über Landkreis- und Bezirksgrenzen hinweg, auf Linie der künftigen Baunach-Itzgrund-Allianz".
Die Bevölkerung sei aufgerufen, sich in die Listen in den Eberner Arztpraxen, Apotheken und Geschäften einzutragen. Ergänzend ist vorgesehen, eine Online-Petition über Facebook einzurichten. red