Heiß geführte und über drei Stunden anhaltende Diskussionen kennzeichneten den ersten Stammtisch der Freien Sander Bürger (FSB) in diesem Jahr, zu dem politisch interessierte Sander erschienen waren. Das Kiesausbeuteverfahren, die Nominierungsveranstaltungen, aber auch die allgemeine Situation erhitzten so manches Gemüt und führten zu einem regen Meinungsaustausch, wie aus einer Mitteilung der Freien Sander Bürger hervorgeht.
Gleich zu Beginn wurde über das mittlerweile ruhende Genehmigungsverfahren für die Erweiterung der Kiesausbeute diskutiert und alle waren sich laut FSB einig: "Der ruht in Wirklichkeit gar nicht, der tut nur so." Die Freien Sander Bürger gehen nach eigener Darstellung davon aus, dass die landesplanerische Stellungnahme der Regierung von Unterfranken aufgrund der Bürgereinwendungen und der Hochwassergefahr wohl negativ ausgefallen wäre, und deshalb sei die Aussetzung des Verfahrens wohl beantragt worden. "Ich persönlich sehe im momentanen Ruhen des Planfeststellungsverfahrens nur einen strategischen Zug des Antragstellers. Wir haben dem ersten Ansturm standgehalten, befinden uns nun aber im windstillen Auge eines Sturms, kurz gesagt, es ist lange noch nicht vorüber", fasste Vorsitzender Jörg Kümmel zusammen.
Er führte weiter aus, dass das Engagement der betroffenen Grundstückseigentümer die entscheidende Rolle gespielt habe. "Meiner Ansicht nach haben es letztlich alle Eigentümer, die sich schriftlich bereiterklärt haben, ihr Grundstück zugunsten des Hochwasserschutzes nicht zu verkaufen, geschafft, den Antrag zu blockieren", erklärte er.


Masterarbeit zum Hochwasser

Kümmel berichtete, das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen habe auf Anfrage mitgeteilt, dass der Hochwasserschutz in Sand in Form einer Masterarbeit berechnet wird. Die Fertigstellung der Arbeit werde gegen Ende des Jahres erwartet. "Wir in Sand können von dieser Arbeit nur profitieren", sagte er. red