Einen wichtigen Zähler sammelte der FC Eintracht Bamberg 2010 im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga Nordwest. Gegen den FC Fuchsstadt erzielte Patrick Titzmann in der Nachspielzeit das vielumjubelte 2:2. Aufgrund der Niederlage von Bayern Kitzingen ziehen die Oberfranken in der Tabelle an der FVgg vorbei und haben nun einen der Relegationsplatz inne.
Der Punktgewinn geht - betrachtet man die gesamte Spielzeit - in Ordnung. Die Bamberger investierten mehr und kamen in einer anfänglich ereignisarmen Partie durch Titzmann und dessen Lattenknaller in der 10. Min. zu einer ersten Gelegenheit. Die Gäste versuchten ihrerseits durch Pässe in die Schnittstelle zum Erfolg zu kommen, doch die FCE-Abwehr stand stabil. In der 37. Min. fand sich Tobias Linz alleine vor FCF-Torhüter Fella, der klärte. Während alle Zuschauer mit einem Elfmeterpfiff rechneten, blieb die Pfeife von Schiedsrichter Felix Meding jedoch stumm.
Auf der Gegenseite war es Simon Häcker, der nach einem schnellen Angriff und einer Flanke von Simon Bolz nur die Latte traf. In der 41. Min. machte es Andreas Graup besser. Nach einem langen Ball, der die gesamte FCE-Defensive aushebelte, war er alleine durch und schob das Leder überlegt zum 0:1 ein. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich Lukas Schmittschmitt nach einer kurz ausgeführten Ecke die Chance zum Ausgleich, den Fella aber verhinderte. Nach Wiederanpfiff dauerte es bis zur 53. Min., ehe Titzmann die Bamberger zurück in die Partie brachte. Nach einem Foul im Strafraum an Schmittschmitt verwandelte er den Strafstoß zum 1:1. Titzmann war es auch, der in der Folge die nächste Möglichkeit liegen ließ. Und so gingen in der 67. Min. die Gäste erneut in Führung. Ein genialer Pass von Maximilian Seit fand Johannes Feser, der einen Abwehrspieler aussteigen ließ und zum 1:2 einnetzte.
Doch die Bamberger steckten nicht auf. Nach einem Freistoß von Christopher Enk war es Maximilian Vetter, der nur die Latte traf. Nachdem sich die Gäste aufgrund zweier diskussionswürdiger Gelb-Roten Karten schwächten, gelang Titzmann in der dritten Minute der Nachspielzeit das 2:2.
Trainer Christian Ott zeigte sich nach am Schlusspfiff dementsprechend erfreut: "Ein großes Lob an die Mannschaft, die es seit langer Zeit jetzt selbst in der Hand hat, den direkten Abstieg zu verhindern und die Klasse über die Relegation zu halten. Wir sind gut reingekommen, ähnlich gut wie am letzten Wochenende in Lichtenfels. Die Mannschaft hat gut die Zweikämpfe angenommen, allerdings hat sie es verpasst, das 1:0 zu machen. Wie schon so oft in dieser Saison sind wir dann über einen Konter, einen Schnittstellenball, in Rückstand geraten. Nach dem Ausgleich waren es dann Fahrlässigkeiten im Defensivverbund, durch die der Gegner erneut in Führung gehen konnte. Trotzdem kamen wir dann noch zum Ausgleich. Jetzt gilt es, am letzten Spieltag in Röllbach zu gewinnen, denn wir können nicht darauf hoffen, dass Kitzingen sein Spiel verliert."