von unserem Mitarbeiter  Alfons Beuerlein

Sand — Mit 1:2 verlor der FC Sand im Seestadion sein letztes Saisonspiel der Fußball-Landesliga Nordwest gegen den TSV Lengfeld, dem besonders in der zweiten Halbzeit das Glück mehrfach zur Seite stand. Auf Grund ihres kämpferischen Einsatzes und ihrer Willensstärke war der Lengfelder Dreier aber auch nicht ganz unverdient. Damit rettete sich der TSV in die Relegation.
Der Sander Trainer Erwin Albert hätte das Spiel, sein letztes nach sechs Jahren als Trainer des FC Sand, gerne gewonnen. Auch mehrere Spieler werden den FC Sand verlassen und wurden ebenso wie der Trainer vor dem Spiel verabschiedet. "Ich und die Spieler, die den Verein verlassen, hatten eine schöne Zeit beim FC Sand. Leider ist es uns nicht gelungen, zum Abschied noch einmal zu gewinnen", so ein etwas trauriger Albert nach dem Spiel.
Euphorischer war dagegen der Lengfelder Coach Michael Hochrein, der den Sieg seiner Mannschaft so kommentierte: "Wenn man bei einer Spitzenmannschaft wie Sand etwas erben will, braucht man auch ein Quäntchen Glück. Meine Mannschaft machte aber auch ein gutes Spiel. Wenn wir eine solche Leistung auch in der Relegation bringen, bin ich überzeugt davon, dass wir den Ligaverbleib schaffen".
Damit ist schon sehr viel gesagt. Der Spielausgang war für den FC Sand im Grunde genommen unbedeutend, denn der fünfte Rang war den Hausherren sicher. Für die Gäste ging es da um deutlich mehr. Die Sander zeigten guten Fußball mit technischen Fertigkeiten auf exzellentem Niveau. Die Chancenverwertung aber war ungenügend. Die Begegnung begann sehr unglücklich für den FC Sand. In der 5. Minute griff Torhüter Dominik Biemer nach einem Freistoß von Köbl nicht richtig zu, Endres staubte zum 0:1 ab. Die Sander spielten danach stark nach vorne und erarbeiteten sich auch Chancen. Lengfeld stand mit zehn Mann in der Abwehr. Über den alleine vorne lauernden Endres fuhren die Lengfelder jedoch nicht ungefährliche Konter.
In der 40. Minute gelang dem FC Sand dann doch das 1:1. Nach einem Freistoß von Daniel Rinbergas und einem Doppelpass zwischen Dinis Ribeiro und Dominik Barth nutzte Fabian Benkert einen Fehler des Gästetorhüters Kölbl zum Ausgleich. Die Sander Freude wurde jedoch sofort wieder getrübt, denn postwendend legte Endres für Heckelmann auf, der zum 1:2 einschoss.
Der zweite Durchgang brachte einen einzigen Sturmlauf des FC Sand. Die Chancen, die sich die Albert-Schützlinge dabei herausspielten, gingen nicht auf die berühmte Kuhhaut. Das Gästetor war jedoch wie verhext, auch so genannte "Hundertprozentige" wurden von Dominik Barth, Dominik Rippstein, Dinis Ribeiro und Fabian Benkert reihenweise vergeben. Es waren mehr als ein Dutzend.
Der TSV Lengfeld befreite sich im zweiten Durchgang nur selten aus der Sander Umklammerung, konterte dann aber sehr gefährlich. Endres, der schon in der 72. Minute nur den Brustkorb des Sander Schlussmannes getroffen hatte, scheiterte in der 76. Minute bei einem Alleingang erneut an Dominik Biemer. Beim Zweikampf der beiden kam der Lengfelder zu Fall, was Schiedsrichter Doneff als "Schwalbe" bewertete. Gegen eine andere Entscheidung hätte allerdings auch niemand etwas sagen können. Nach weiteren sehr guten Sander Möglichkeiten und einen Pfostenschuss des Lengfelders Mario Kölbl blieb es in dieser unterhaltsamen Partie letztendlich beim knappen, nicht unverdienten Gästesieg.
FC Sand: Biemer - Rinbergas, Karmann, Nöthling, Barth, Wasser, Hoff (61. Schmidt), Ribeiro (61. St. Krines), Rippstein, Schlereth, Benkert (79. Derra) / TSV Lengfeld: R. Kölbl - Markert (75. Herbarth), Hemmerich, Öczan, Romanovskis, Duczek (60. Hebling), Bozesan, Heckelmann, M. Kölbl, Fink, Endres (88. Wunder) / SR: Doneff (Weingarts) / Zuschauer: 300 / Tore: 0:1 Endres (5.), 1:1 Benkert (40.), 1:2 Heckelmann (41.)