Mit gekürztem Etat bei den Herrenmannschaft geht der FC Coburg in die Zukunft. Ein wichtiger Sponsor sei unerwartet abgesprungen, erklärte Vorsitzender Walter Luft auf Nachfrage.
Gerüchten um finanzielle Schwierigkeiten des Vereins trat Luft damit gleichzeitig vehement entgegen. Auch einen personellen Aderlass werde es zum Jahreswechsel nicht geben, versicherte Luft. Zur genauen Höhe des Etats für den Herrenbereich wollte Luft auf Nachfrage freilich keine Angaben machen.


Wer wird Böger-Nachfolger?

Angesichts der veränderten finanziellen Rahmenbedingungen hätten die Spieler laut Luft mehrheitlich die Kürzung ihrer Aufwandsentschädigungen akzeptiert. Lediglich die sportliche Zukunft von Christian Beetz sei noch offen.
Mit Beetz gebe es noch einen gültigen Vertrag. Sollte der Spieler dennoch den Verein verlassen, seien die Gründe ausschließlich privater Natur.
Zudem wird es wohl zwei, drei junge Talente aus dem Bereich der 2. Mannschaft geben, die sich schon im Winter verändern wollen.
Aus Sicht des Vorsitzenden bleibt dem FC Coburg für die Zukunft aber gar keine Alternative, als noch stärker als bislang auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, der im Nachwuchs-Leistungszentrum (NLZ) sehr ordentlich ausgebildet wird. Landesliga-Trainer Christoph Böger sei es schon jetzt gelungen, sehr viele junge Spieler in den Kader der der 1. Mannschaft einzubauen. Apropos Trainer: Nach der Ankündigung von Coach Böger, sich nach der Saison von dieser Aufgabe zurückzuziehen, muss der FC Coburg einen Nachfolger finden. Die Nachfolge-Frage sei derzeit freilich noch "völlig offen", sagte Luft.
An den generellen Rahmenbedingungen wird auch der neue Coach freilich kaum etwas ändern können. Denn im Bereich Sponsoring sieht Luft in der Sportstadt Coburg schier übermächtige Konkurrenz. Schließlich gebe es "drei semiprofessionelle Vereine" im Bereich Ballsport in der Halle - mit Infrastrukturbedingungen, mit denen der FC Coburg nicht konkurrieren könne.
Denn auch daran ließ Luft keinen Zweifel: finanziell solides Wirtschaften hat oberste Priorität in der Zukunft. Schließlich soll der 2011 gegründete FC Coburg unter keinen Umständen das gleiche Schicksal erleiden wie der Vorgängerverein namens DVV Coburg, der schließlich die Insolvenz anmelden musste. J.B.