Ebern — Exotik und Bioanbau standen im Blickpunkt des Obst- und Gartenbauvereins Ebern bei einem Ausflug. Im oberfränkischen Kleintettau, einer klimatisch eher rauen Region, werden laut Bericht der Reisegruppe exotische Früchte (unter anderem Avocado, Kaffee, Kakao, Lulo, Karambole, Papaya) und tropische Speisefische (Nilbuntbarsche) in Bio-Qualität gezüchtet.
Das 3500 Quadratmeter große Tropenhaus mit dem Projektnamen "Klein-Eden" ist, wie die Ausflügler unter Leitung von Vorsitzender Birgit Baier erfuhren, ein Referenzprojekt für energieeffiziente Abwärme-Nutzung. Es wird mit der laufend anfallenden Prozessabwärme des benachbarten Glasindustriebetriebes Heinz-Glas beheizt, die bisher ungenutzt entwichen war.
Das Polykultursystem nutzt Ressourcen wie Energie, Regenwasser und Nährstoffe mehrfach und bildet so einen nahezu geschlossenen Kreislauf, lernten die Eberner bei ihrem Besuch. Das Wasser der Fischzuchtanlage dient als Dünger der Pflanzen. Diese filtern das Wasser, bevor es in die Fischtanks zurückfließt. So können Pflanzen und Fische unter nachhaltig wirtschaftlichen Bedingungen gewonnen werden. Ein Besuch des Wasserschlosses in Mitwitz und eine Einkehr rundeten die Fahrt ab. red