Probieren an jeder Ecke, das können die Besucher des Bauernmarkts in Koppenwind - und dabei besondere Dinge entdecken. Wie etwa Wildspezialitäten, ausgefallene Apfelsorten, die Aronia oder die Chilis aus dem Steigerwald.
Honig, frisch gepresstes Öl, Dinkelnudeln, Schnaps und Liköre, Räucherfische, frischen Kren - das Angebot beim Bauernmarkt in dem kleinen Steigerwaldort ist riesig und ausgefallen. So präsentieren die Staatsforsten Schinken und Salami aus Reh und Wildschwein. Philipp Feuerlein hat seinen Namen zur Passion gemacht. Wer an seinem Stand nicht vorsichtig ist am Verkostungstisch, dem macht die Kirschmarmelade Feuer unterm Dach.


Hobby Chili

Sein Hobby ist die Chili. Eine Zeit lang hat er experimentiert, dann drei Sorten gefunden, die mit dem Klima in Walsdorf gut zurechtkommen. Der Chili-Anbau und die Verarbeitung zu Ketchup und Marmeladen ist sein Hobby und so verbringt er nun manchen Samstag oder Sonntag in seinem feuerroten Verkaufszelt. Fürsorglich berät er die Interessenten, denn die Namen der Chili sind etwas irreführend. "Diavolo" ist die mildeste der drei Sorten. Die kleinen, so harmlos wirkenden "Habaneros", die eher wie Mini-Paprika aussehen, treiben die Röte ins Gesicht und die Tränen in die Augen. Aber weil Chilis so gesund und richtig eingesetzt ein tolles Gewürz sind, ist die Kundschaft begeistert. Gesund sind auch die Aronias von Barbara Behr und Stefan Lang.


Gehaltvolle Beere

Während die Chili viel Sonne mag, stammt die "Apfelbeere", bekannt als "Schwarze Eber-esche", eher aus nordischen Gefilden. Stefan Lang hat sie früher importiert. Seit 2009 hat er mit seiner Frau in Dingolshausen eine Plantage mit mehreren Hundert Sträuchern. Handgepflückt, werden die gehaltvollen Beeren zu Saft verarbeitet, oder getrocknet zu Aronia-Pulver, das man Joghurt, Müsli, Salaten oder Tees beimischen kann. Den Saft - pur oder gemischt mit Apfelsaft - empfiehlt Barbara Behr als Kur für die Immunabwehr gerade jetzt im Herbst. Die "Vitalbeere" enthält zahlreiche Vitamine und Antioxidantien. "Und alles bio, wir setzen auch bei der Bodenverbesserung auf effektive Mikroorganismen und Ur-Gesteinsmehl", betont Lang.
Überall an den Ständen waren die Besucher im intensiven Gespräch mit den Anbietern - auch wenn über die Vorzüge des Honigs oder eines frischen Krens nicht viel gesagt werden muss. Die Koppenwinder Dorfgemeinschaft bewirtete ihre Gäste. Dann noch bei einem der beiden Gärtnerei-Stände für die Herbst-Deko oder die Grabgestaltung eingekauft und viele zufriedene Gäste verließen den Bauernmarkt in Koppenwind um einiges Wissen reicher.