D er Gartenbauverein ist gerettet. Aber nur vorübergehend. Denn eine neue Vorstandschaft allein macht das Vereinsleben nicht aus. Um das zu neu aufzubauen, braucht es die Mithilfe aller - und auch neue Mitstreiter und Ideen. Schließlich sind die meisten der organisierten Gartenfreunde bereits über 70 Jahre alt. Sie können nicht mehr überall Rasen mähen, Hecken oder Bäume schneiden. Die Jungen aber auch nicht, denn ihnen fehlt oft das Wissen und die Zeit dazu. Doch gemeinsam lässt sich das und vieles mehr bewerkstelligen, mit dem Wissen der Alten und der Kraft der Jungen. In den Großstädten funktioniert das hervorragend. Dort schießen Mehrgenerationengärten wie Pilze aus dem Boden, liegt Gärtnern voll im Trend. Dort werden sie sogar finanziell von den Stadtverwaltungen unterstützt. Denn es geht dabei nicht mehr nur darum, beispielsweise Mangold, Kräuter oder Blühpflanzen anzubauen. Vielmehr ist die Gemeinschaft gefragt, das Miteinander von Alt und Jung. Und das fehlt auch zusehends hier, auf dem Land.
Deshalb sollte man jetzt die Chance nutzen, um neue Wege einzuschlagen und dabei aufeinander zuzugehen.