von unserem Mitarbeiter 
Karl-heinz Hofmann

Kronach — In Ziegelerden sollen, laut Antrag eines Bauherrn 14 Parkplätze in der Bergstraße entstehen. Dies führte - wegen der Dimension - im Bau-, Stadt entwicklungs- und Wirtschaftsausschuss zu einer längeren Diskussion.
Stadtplaner Daniel Gerber informierte dazu, dass das Bauvorhaben außerhalb des Geltungsbereiches der Einbeziehungssatzung der Stadt Kronach für den Bereich Bergstraße 2 liegt. Ein Stellplatz befinde sich nahe an der öffentlichen Verkehrsfläche und es fehlten in den Unterlagen Angaben zur Entwässerung. Ferner habe das Landratsamt den Bauvorgang der bereits begonnen Maßnahme eingestellt, da bisher keine entsprechenden Planunterlagen eingereicht waren.
Die Stadt sollte einen Präzedenzfall vermeiden, riet Gerber - und dazu, das gemeindliche Einvernehmen nicht zu erteilen. Nach mehreren Wortmeldungen wurde einstimmig der Beschluss gefasst, dem Bauherrn zu empfehlen, den Bauantrag zurückzunehmen. Einen weiteren "Problemfall", so der Stadtplaner, stellte ein Bauantrag eines Baubewerbers aus Gundelsdorf dar. Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des rechtsgültigen Bebauungsplans der Stadt Kronach. Es handelt sich um den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelcarport in der Parkstraße in Gundelsdorf.
Gerber fand es unerklärlich, dass der Bauplan in gleich neun Punkten von den Festsetzungen des Bebauungsplanes abweiche. Dies erfordere eine Nacharbeitung. Das Gremium entschied einstimmig, deshalb (und weil auch noch Unterlagen fehlen) das Bauvorhaben zurückzustellen.

Aufs Ortsbild achten

Mit mehreren Anmerkungen von Verwaltung und Ausschuss wurde dem Umbau und der Sanierung eines Wohnhauses in Neuses zugestimmt. Es wurde angeregt, im Sinne der Ziele der Dorferneuerung die Außentreppe filigraner auszuführen, als es die Plandarstellung und der Wortlaut "Beton/Stahl" erwarten lassen. Darüber hinaus sollten der geplante Stellplatz wie auch die Außentreppe verlegt werden, um in ihrer Erscheinung nicht so eindeutig in das Ortsbild einzugreifen.
Zur Wiedervorlage kam ein Bauantrag für den Umbau und Modernisierung eines Wohnhauses im Strauer Torweg. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte zu der großen Doppelgaube und den sogenannten französischen Fenstern seine Ablehnung mitgeteilt, um Bezugsfälle zu vermeiden. Dem Bauantrag hatte der Ausschuss schon in seiner Sitzung am 18. September zugestimmt und war auch jetzt nach Wiedervorlage nicht bereit, von seiner einstimmigen Zustimmung abzuweichen. Stadtplaner Gerber erklärte dazu, dass die Gefahr eines Bezugsfalls nicht gesehen wird.
Unproblematisch und so gut wie ohne Diskussion wurde weiteren folgenden Bauanträgen das gemeindliche Einvernehmen erteilt: Neubau eines Wohnhauses im Zollbühlweg in Kronach.
Der Einrichtung einer Kinderkrippe im ersten Obergeschoss des BRK-Mehrzweckhauses in Kronach steht aus Sicht des Ausschusses nichts entgegen. Auch der Neubau einer Überdachung im Industriegebiet Hohe Weide in Neuses erhielt die Zustimmung.