Der Egerländer Nachmittag im Bräuwerck lieferte großartige Blasmusik, fast schon professionell. Von Könnern, die sich aus der Elite der Blasorchester im Umkreis zur "Bruno Truthahn Combo" zusammensetzen. Ein Ensemble, in dem jedes Instrument gut besetzt ist und eine fulminante Klangkraft vor allem der Blechbläser entwickelt.
Vorzüglich ebenso die drei Klarinettisten in den hohen Tönen, brillant die Hörner und Posaunen. Die Kapelle wusste mit exakten und punktgenauen Einsätzen zu überzeugen. Die leider nur wenigen Zuhörer dankten mit Bravorufen und lang anhaltendem Beifall.
Im erfrischenden dreistündigen Programm waren die bekanntesten Lieder aus dem böhmisch-mährischen Bereich und tschechische Polkas zu hören. Herrlich intoniert die "Vogelwiese" und "Rauschende Birken". Jürgen Friedrich inszenierte die Löffelpolka rhythmisch perfekt. Trompetenvirtuose Peter Weiß, an der Nürnberger Oper tätig, setzte ebenfalls Glanzpunkte. Als "Egerland, Heimatland" ertönte, sangen alle mit, das Ernst-Mosch- Fieber breitete sich aus.
So ein Auftritt schreit nach Wiederholung, der Kulturverein und die Gemeinde wollen ein Wiedersehen möglich machen. Bürgermeister Harald Hübner: "Die Truthähne haben mich begeistert mit ihrer Qualität, so schön hat bisher noch keine Kapelle im Bräuwerck gespielt." Den Auftritt würzte der "Popp`n Stefft" mit nicht alltäglichen Witzen. hw