von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Herzogenaurach — Im Mittelpunkt des kulturellen Nachmittags der Schlesischen Spinnstube im Freizeitheim Herzogenaurach standen Ehrungen von zwei Mitgliedern und ein Vortrag von Joachim Lukas über den schlesisch-fränkischen Künstlers Bodo Zimmermann. Die Zweite Vorsitzende Christiane Webert zeichnete Günter Boede für 50 Jahre und Dorlies Harrer für zehn Jahre Mitgliedschaft aus.
Den schlesisch-fränkischen Künstler Bodo Zimmermann, wählte der Bezirksvorsitzende Joachim Lukas für seinen Vortrag aus und stellte ausgesuchte Motive des bekannten Künstlers vor. Bodo Zimmermann, der sich selbst "Bozi" nannte, war einer der ganz Großen der deutschen Holzschnitzkunst. Zimmermann wurde 1902 in Wartheland geboren und wuchs im schlesischen Städtchen Schweidnitz auf.
Holzschnitzen war die Lieblingsbeschäftigung seines Großvaters, und Zimmermann begann eine Ausbildung zum Lithographen und war anschließend an der Illustration der Zeitschrift "Wir Schlesier" beteiligt. Nach einigen Studienreisen wurde er in der Würzburger Künstlergemeinschaft "Hetzfelder Flößerzunft" aufgenommen. Damit wurde Franken neben Schlesien seine Lieblingslandschaft.
In zahlreichen Holzschnitzereien gab er in einprägsamer Weise das Wesen der fränkischen Landschaft und ihrer Siedlungen wieder. Zimmermann meldete sich 1939 freiwillig in den Krieg und wurde Kriegsmaler. Beim Kampf um die Feste Breslau geriet er in russische Gefangenschaft und starb am 26. August 1945.