von unserer Mitarbeiterin 
Veronika Schadeck

Tettau — Vor der Debatte zur Frankenwaldgruppe hatte der Tettauer Bürgermeister Peter Ebertsch (Bündnis für Tettau) eine beachtliche Bilanz gezogen: Als Erfolg wertete er den Ausbau der Straße zwischen Schauberg und Judenbach. Er ging auch auf verschiedene andere Baumaßnahmen ein, wie die Sanierung der Alten Tettauer Straße und der Ringstraße. "Ich werde mich auch künftig für eine verbesserte Infrastruktur einsetzen." Dazu zähle auch die Beseitigung der Engstelle in Sattelgrund. Kämpfen will er außerdem für einen Radweg vom Rennsteig bis nach Schauberg unter Einbeziehung staatlicher Förderungen.


"Steuersatzsenkung war richtig"

Dass die Gemeinde trotz einbrechender Gewerbesteuerzahlen - von über zwei Millionen auf rund 1,2 Millionen Euro - den Gewerbesteuersatz rückwirkend zum 1. Januar 2015 gesenkt hatte, bezeichnete er als richtig. Die Mindereinnahmen führte er auf zahlreiche Investitionen zurück. "Damit konnten Arbeitsplätze gesichert werden."
Nach wie vor will Ebertsch sich für bessere Standortbedingungen starkmachen. Dazu zählt auch eine weiterführende Schule in der Rennsteig-Region. Er gab zu bedenken, dass bereits neun Schüler aus der Gemeinde Neuhaus/Rennweg das Gymnasium besuchen.
Wie er weiter ausführte, ist Tettau derzeit durch das laufende Städtebaukonzept bemüht, attraktive Voraussetzungen für die Zukunft zu schaffen. Dazu zählt neben dem Ausbau von Wohnungen auch die Optimierung der ärztlichen Versorgung. Erfreut ist er, dass noch in diesem Jahr eine neue Krankengymnastikpraxis öffnet.
Ebertsch ging zudem auf die Flüchtlinge ein. Derzeit sind im Markt 13 Menschen untergebracht. Die Gemeinde sei bemüht, die Anzahl in einem Maß zu halten, bei dem noch eine Integration möglich sei.
Wasser war dann doch noch einmal Thema und zwar bei der eigenen Trinkwasserversorgung durch die Wagnersgrundquelle und die Krausenquelle. Das Wasser habe in großen Hitzeperioden nicht ausgereicht. Zudem hätten unabhängige Experten von der Eigenwasserversorgung abgeraten. Er appellierte, das Thema Wasserversorgung nicht unter emotionalen Aspekten zu führen.
Abschließend galt sein Dank allen Bürgern, Vereinen und Unternehmen, die sich für den Markt einbringen. Er sprach auch die erste kommunale Stiftung im Landkreis "Unser Markt Tettau" an. Sein Dank ging an alle Spender. Immerhin kamen bisher über 103 000 Euro zusammen.