Lichtenfels — Bei der Lokalen Aktionsgruppe Region Obermain (LAG) standen Neuwahlen an. Die bisherige Vorsitzende, Bianca Fischer, und ihr Stellvertreter, Heinz Petterich, hatten ihre Vorstandsposten zur Verfügung gestellt.
Landrat Christian Meißner (CSU) wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Kreishandwerksmeister Mathias Söllner. Schriftführer bleibt Manfred Rauh und die Kasse führt weiterhin Kreisbäuerin Marion Warmuth. Als Beisitzer wurde der Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) gewählt und Günter Dippold sowie Norbert Fuhrmann wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Mit Andrea Musiol wurde der neue Posten einer Geschäftsführerin besetzt. Meißner lobte ihre Arbeit in der Umweltstation Weismain. Die neue Aufgabe der Biologin würde die bisherige Tätigkeit ergänzen. Vorsitzender Meißner erläuterte die Aufgaben der Aktionsgruppe: "Der Verein ist eine Interessengemeinschaft, deren Zweck es ist, die Mitglieder sowie andere regionale Akteure bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zu unterstützen und zu fördern, die der integrierten und langfristigen Entwicklung der Region dienen." Die LAG Obermain hat derzeit 16 Mitglieder. Höchstens 49 Prozent der Mitglieder kämen aus der Kommunalpolitik.

Neue Ziele und Strategien

Der neue Förderzeitraum 2014 bis 2020 erfordere die Aufstellung einer neuen, lokalen Entwicklungsstrategie, die Handlungsoberziele festlege, machte die neue Geschäftsführerin deutlich. Aus diesen entwickelten sich dann die Einzelprojekte.
In einer Auftaktveranstaltung am 10. Juli in der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim seien die Bürger des Landkreises Lichtenfels eingeladen, ihre Ideen für die regionale Zukunft einzubringen. "Wir wünschen eine intensive Bürgerbeteiligung", unterstrich Andrea Musiol. Mitte November müssten die Konzepte stehen.

Zuschüsse für neue Projekte

Voraussichtlich ab dem Frühjahr 2015 könnten dann konkrete Förderanträge gestellt werden. Für die Region stünden rund eine Million Euro aus dem "Leader"-Fördertopf zur Verfügung.
Projekte könnten bis zu 60 Prozent bezuschusst werden, da Lichtenfels als Demografie-Region eingestuft sei, erläuterte die Geschäftsführerin. Wünschenswert sei auch die Kooperation mit anderen Landkreisen, das könne sich positiv auf die Förderhöhe auswirken. Landrat Meißner appellierte an die Bürgermeister des Landkreises, bei der Entwicklung lokaler Strategien mitzuhelfen. Amdreas Welz