Der Ironman 70.3 Dubai ist Auftakt der jährlichen internationalen Triathlon-Saison und erster Teil der so genannten Tripple Crown. Bei dieser winkt für die besten männlichen und weiblichen Profis ein Preisgeld von jeweils einer Million Euro. Dazu muss jedes der drei Mitteldistanz-Rennen gewonnen werden, was bisher nur der Schweizer Triathletin Daniela Ryf gelungen ist.
Vom ASC Kronach-Frankenwald waren Enrico Hoppe und Thomas Schnappauf nach Dubai geflogen. Für die Amateure war die Vorbereitung nicht leicht, denn wegen des Winters mussten viele Trainingseinheiten im Schnee oder auf dem Rad-Ergometer absolviert werden.
Vier Tage vor dem Wettkampf flogen beide aus dem mit minus fünf Grad recht kühlen Frankenwald in die Sandwüste nach Dubai mit Temperaturen von über 30 Grad. Sie waren beeindruckt von Dubai mit dem Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, dem Atlantis auf einer künstlich erschaffenen Palmeninsel und dem 7-Sterne-Hotel Burj Al Arab.


Schnappauf muss passen

Der Wettkampfmorgen verlief für Thomas Schnappauf ganz bitter, wachte er doch mit Fieber auf. An einen Start war natürlich nicht mehr zu denken.
Begeistert waren die beiden Reichenbacher von den Rahmenbedingungen beim Rennen. Die Startgelder bei Ironman-Veranstaltungen sind nicht gerade günstig. So zahlt man für eine Halbdistanz 300 und für eine Langdistanz doch mal schnell 500 Euro. Im Preis sind eine Welcome-Party und eine Finisher-Party eingeschlossen. Hier blieben im Gegensatz zu manch anderen Veranstaltungen keine Wünsche übrig, zumal Scheich Nasser bin Hamad Sponsor und selbst Teilnehmer war. Die Partys erinnerten eher an riesige Hochzeiten als an ein Sportlerbuffet. Es gab weiß eingedeckte Tische für je 20 Personen, Bedienungen und vieles mehr.
Vor traumhafter Kulisse direkt vor dem Burj Al Arab ging es an den Start mit 1,9 Kilometer Schwimmen im Persischen Golf. Enrico war nach 41:36 Minuten wieder am Strand und schwang sich aufs Rad. Nach schnellen 2:26:07 Stunden wechselte er zum Laufen. In 2:00:21 Stunden verpasste er sein Ziel (unter zwei Stunden) nur knapp. Seine Gesamtzeit: 5:25:33 Stunden.
Bei den Profi-Frauen gewann die zweimalige Hawaii-Siegerin Daniela Ryf aus der Schweiz (4:01:40), bei den Männer der mehrmalige Weltmeister über die olympische Distanz, Javier Gomez (Spanien, 3:42:21). tg