von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Wachenroth — Ob ein Nahwärmenetz für Wachenroth wirtschaftlich ist, soll ein Energienutzungsplan zeigen. In ihrer jüngsten Sitzung beauftragten die Gemeinderäte die Energieberatung Nordbayern mit der Erstellung dieser Studie. Wobei Erich Maurer, Geschäftsführer der Energieagentur, eigentlich eine Umsetzungsbegleitung als das geeignetere Instrument ansieht. Die Kosten für die Marktgemeinde seien bei beiden gleich und würden staatlich gefördert. Der kommunale Anteil werde jedenfalls kleiner als 10 000 Euro sein, erklärte Maurer.
Basis der Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollten eigentlich die kommunalen Liegenschaften sein, betonte Jürgen Gumbrecht (CSU). Ob und wie sich das Nahwärmenetz eventuell auch auf die Firmen in der Gemeinde ausweiten lässt, ist heute noch völlig offen. Zweiter Bürgermeister Josef Wichert (CSU) erinnerte daran, dass die Dorferneuerungsmaßnahmen bevorstehen. "Bevor man aufbaggert, sollte man schon mehr wissen über eine mögliche Nahwärmeversorgung."
Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU) geht davon aus, dass die Dorferneuerungsplanung im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen wird. Für den Energieexperten kein Problem: Etwa zehn Wochen beanspruche das Förderprogramm. Somit sei die Arbeit der Energieberatung mit dem Prozess der Dorferneuerung gut vereinbar.
Zunächst allerdings präsentierte der Fachmann in Sachen Energie in der Sitzung den Abschlussbericht über die bisherigen Untersuchungen. Dabei hatte er den Istzustand der erneuerbaren Energien dem möglichen Potenzial gegenübergestellt. Dabei stellte sich heraus, dass die Potenziale im Wärmebereich wesentlich stärker ausgeschöpft sind als im Strombereich.


Ebrachtalhalle ist in Ordnung

Unter den Liegenschaften der Gemeinden ging Maurer besonders auf die Ebrachtalhalle ein. Bei den Vergleichswerten mit ähnlichen Hallen anderer Gemeinden liege die Wachenrother Halle recht gut. Bis auf wenige Mängel sei sie energietechnisch in Ordnung, so Maurer. Er empfahl LED-Leuchten, allerdings nicht allein wegen des geringen Stromverbrauchs. LED-Leuchten hätten eine wesentlich längere Lebensdauer. Bei einer so hohen Halle falle der Wartungsaufwand für das Auswechseln von Leuchten sehr ins Gewicht. Außerdem war aufgefallen, dass an den Heizkörpern etliche Thermostatköpfe fehlen, die erneuert werden müssten.